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künstler hautnah : Künstler zeigen, was sie drauf haben

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Kunst- und Kulturverein Hüttener Berge veranstaltet einen Tag der Offenen Ateliers am 27. und 28. Juni. 14 Kunstschaffende geben an acht Orten Einblick in ihre Arbeit.

shz.de von
erstellt am 25.Jun.2015 | 05:15 Uhr

Kunst erleben, wo sie gemacht wird. Das ist das Ziel der Offenen Ateliers in den Hüttener Bergen. Am Wochenende, 27./28. Juni, jeweils von 11 bis 17 Uhr, erlauben 14 Künstler an acht Orten Einblicke in ihre Arbeit. So ermöglicht der Kunst- und Kulturverein Hüttener Berge den Besuchern den unkomplizierten Dialog mit Kunstschaffenden, und sie erfahren aus erster Hand Einzelheiten über Technik, Stilrichtungen oder Ausdrucksformen von den Menschen, die den Pinsel oder Stift führen oder Materialien mit Werkzeugen bearbeiten. Die Besucher können sich in eine Arbeitswelt hineinversetzen lassen, wo experimentiert und erprobt wird, können Orte aufsuchen, wo Skizzen, Entwürfe und Modelle entstehen, wo Leinwände bespannt und grundiert oder Farben gemischt werden.

„Es ist lange her, dass wir die Offenen Ateliers schon einmal angeboten hatten“, sagt die Vereinsvorsitzende Telse Polenski über die Veranstaltung. Jetzt sei es mal wieder an der Zeit für die Aktion. Sechs der acht Werkstätten liegen inmitten der Hüttener Berge. Mit der Weberin Antje Guhlke aus Sieseby und dem Bildhauer Jons Drawert aus Bergenhusen beteiligen sich aber auch zwei entfernter gelegene Künstler daran. „Unsere beiden Satelliten“, sagt Telse Polenski scherzhaft. Schließlich sei der Wohnort keine Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im Verein.

„Die Aktion macht Sinn“, betont Birgit Sass aus Hohenlieth. „Wenn mehrere Künstler mitmachen, sorgt das für eine bessere Resonanz, als wenn jeder allein für sich ausstellt“, ist die Schmuckdesignerin überzeugt. Sie hat sich in ihr Atelier die Hamburger Holger und Patricia Maciolek sowie Heidemarie Utecht aus Fleckeby eingeladen. Holger Maciolek fertigt Schneidebretter aus Holz, seine Frau malt und Heidemarie Utecht stellt Monotypien aus.

Maler Joachim Hendrich wird wieder bemalte Federn präsentieren können. Neu sind seine skurrilen Steinfunde. Auf ihnen zeigen sich ungewöhnliche Maserungen. „Beim genauen Hinsehen erkennt man Figuren“, sagt der Hüttener, beispielsweise eine „Rüsselmaus“ oder sogar den Bundesadler. Mit Bleistift oder Pinsel hat er diese dezent hervorgehoben.

Bei Hermann Sarp in Goosefeld können die Besuche auch selbst zum Hammer greifen und sich im Schmieden versuchen. Bei ihm zu Gast sind die Quiltmacherin Ulla Battke und der Fotograf Uwe Dittmann.

Die Jüngste im Bunde ist die 15 Jahre alte Madlen Anders aus Borgstedt. Die Nachwuchsautorin liest am Sonnabend, 27. Juni, um 15 Uhr bei Jörn Brede in Osterby aus ihrem 350-Seiten dicken Fantasyroman „Blutsschwestern“ vor. „Meine erste öffentliche Lesung“, sagt die Kronwerk-Schülerin. Die Fortsetzung des Romans ist übrigens schon in Arbeit.

Für Telse Polenski ist gerade die Unterstützung junger Künstler eine wichtige Aufgabe des Kunst- und Kulturvereins. „Wir wollen auch unser Projekt ’Künstler Schulen’ fortsetzen“, so die Groß Wittenseerin. In diesem Jahr besuchten Mitglieder des Vereins Grundschulen in den Hüttener Bergen und Eckernförde und arbeiteten gemeinsam mit den Kindern. „Wir suchen jetzt wieder Sponsoren, um nach Sommerferien daran anzuknüpfen“, so Polenski.  

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