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Weltgebetstag : Kubanische Drinks und Lieder in der St.Petri-Kirche

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Über 170 Länder feiern den Weltgebetstag – auch in Rieseby war die Kirche am Freitagabend gut besucht

„Es werden in jedem Jahr mehr Gäste. Ich freue mich so“, Birgit Peters, die zum angestammten Team gehört, das in Rieseby und Loose seit vielen Jahren den ökumenischen Weltgebetstag vorbereitet, konnte in diesem Jahr krankheitsbedingt nur im Hintergrund tätig sein. Die Freude über den wachsenden Zuspruch zum Weltgebetstag allerdings war ihr ins Gesicht geschrieben. Über 50 Gäste konnte sie zählen, die am Freitag in die St.Petri Kirche gekommen waren, um sich dem weltweiten Gebet anzuschließen und vieles über das „Gastgeberland“, Kuba zu erfahren.

Die Kirche war landestypisch dekoriert. Das Team um Sybille Schmidt hatte dabei nicht nur auf die Landesfarben geachtet, sondern vieles zusammengetragen, was für Kuba typisch ist. In einem Gespräch erinnerte sie sich zusammen mit Karin Lorey und Hannelore Mielke, die in die Rolle von Touristinnen schlüpften, an ihren letzten Kuba-Urlaub. Besonders die Zuversicht und Fröhlichkeit der Menschen, die mit Armut und schwierigen Lebensbedingungen zu kämpfen haben, war ihnen dabei in Erinnerung geblieben. Das Leben im Hier und Jetzt und der Hoffnung auf Gott, die sie auch trotz politischer Repressalien nie aufgegeben haben, ermöglichten täglich Freude und Liebe zu den Mitmenschen. Besonders zu Kindern. So stand der kubanische Gottesdienst ganz im Zeichen der Kinder. „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf!“ – so das Leitthema des weltweiten Gebetstags.

In Gesprächen und Episoden entwickelte die Frauengruppe, zu denen auch in diesem Jahr wieder Heike Rohte, Ella Beier, Gabi Schikorr und Inga Reese gehörten, die Erkenntnis, dass „Kinder“ symbolhaft auch für die Schwachen einer Gesellschaft stehen. Der Gottesdienst wurde musikalisch begleitet von Marie-Luise Werner und Helge Schmidt. So wurden die in Teilen anspruchsvollen, immer aber fröhlichen und hoffnungsvollen Lieder eingespielt und von den Gästen aufgenommen und mitgesungen.

Im Anschluss an den Gottesdienst luden die Frauen zu einem kubanischen Buffet ein, bei dem auch ein typisches Getränk nicht fehlen durfte. Darüber kam man ins Gespräch und tauschte sich aus. Tatsächlich über Kuba oder „Gott und die Welt“.

Schon lange ist der Weltgebetstag in Rieseby kein reiner Gottesdienst mehr. Sybille Schmidt ist es gelungen, mit einem unkomplizierten Team eine gesellige Atmosphäre zu schaffen. Die Frauen selbst sind nicht Darsteller auf einer Bühne, sondern private Vermittler dessen, was sie selbst erfahren und was sie besonders beeindruckt hat. Darin liegt der Charme der Veranstaltung. Menschen treffen Menschen im Namen Gottes, lernen sich kennen, verstehen und werfen gemeinsam einen Blick in ein fremdes Land, mit dem Christen unter Christen am Ende viel mehr gemeinsam haben, als die Entfernung vermuten lassen würde. Sigrid Besler jedenfalls, die seit Jahren in Rieseby als Gast dabei ist, fand es wieder einmal „richtig schön“. Als Mitglied des Kirchenvorstands und Riesebyerin fand sogar Inke Kock Menschen, „mit denen sie lange nicht mehr angestoßen hatte“ und freute sich über den schönen Anlass. 

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