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Eckernförder Zeitung

20. September 2017 | 00:45 Uhr

Kritik an Bund und Bürger-Forum

vom

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Eckernförde | Deutliche Kritik an dem Vorgehen des Bauausschussvorsitzenden Micha Bund (Bürger-Forum) und der Pressemitteilung des Bürger-Forums im Falle des Kaiserhofs gab es in der Bauausschusssitzung von Seiten der CDU: "Ich finde es befremdlich, dass Sie einfach ein fremdes Haus betreten und es von innen fotografieren", sagte Fraktionsvorsiztende Katharina Heldt. "Sie unterstellen dem Eigentümer, dass er einen warmen Abriss provoziert." Auch störte sie, dass Bund gleich Anzeige wegen Verletzung der Bauaufsichtspflicht gestellt habe, anstatt den kurzen Dienstweg über das Ordnungsamt zu wählen. "Wir sollten Bauvorhaben kritisch begleiten, aber konstruktiv und die Eigentümer nicht gleich unter Verdacht stellen."

Auch Oliver Fink (FDP) sah die Einstellung des Bürger-Forums kritisch. "Ich finde den Umgang nicht angemessen. Sie sind Bauausschuss-Vorsitzender und werden auch das Investitionsklima in Eckernförde beeinflussen." Der Aufforderung, sich von der Pressemitteilung seiner Partei zu distanzieren, kam Micha Bund nicht nach: "Wenn man dazu einlädt, Straftaten zu begehen, ist das grenzwertig." Sein Fraktionskollege Reinhard Jentzsch pflichtete ihm bei: "Der Investor scheint kein allzu großes Interesse an der Bausicherungspflicht zu haben. Der Verdacht darf gehegt werden, dass das Gebäude verwahrlosen soll."

Micha Bund war im Vorfeld durch eine offenstehende Tür des leerstehenden Gebäudes ins Innere gelangt und hatte im ganzen Haus Fotos gemacht. Anschließend hatte er Anzeige bei der Polizei erstattet. In einer Pressemitteilung äußerte seine Partei daraufhin trotz mehrmaliger Beteuerungen des Eigentümers Zweifel daran, dass er ein Interesse am Erhalt des Gebäudes hatte, und äußert den Verdacht, dass er einen "warmen Abbruch" provoziert.

Nach Aussagen von Bauamtsleiter Roy Köppen stehe einer Gebäudesanierung und einer Bausicherung trotz Veränderungssperre nichts entgegen. Dennoch gebe es keinerlei Zweifel daran, dass der Eigentümer tatsächlich investieren möchte.

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