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Eckernförder Zeitung

19. Oktober 2017 | 17:27 Uhr

100 Jahre : Kriegsausbruch in der Bücherei

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eine Ausstellung zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs in der Stadtbücherei empfiehlt Bücher, DVDs und CD-Roms. Auch geschichtliche Dokumente aus Eckernförde sind zu sehen.

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2014 | 06:19 Uhr

Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges jährt sich in diesem Jahr zum 100. Mal. Das Thema ist medial präsent, auch gibt es viele Neuerscheinungen von Büchern, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Die Stadtbücherei bleibt da nicht zurück: Bibliothekarin Verena Leonhardt zeigt im ersten Stock eine Ausstellung, die sich sowohl mit dem Ersten Weltkrieg im Ganzen, als auch mit dem Ausbruch des Krieges in Eckernförde beschäftigt.

Bücher dominieren deutlich: Die einen beschäftigen sich mit Gründen und Hintergründen des Krieges wie „Frontalltag im 1. Weltkrieg“ oder „Ein Volk zieht in den Krieg“. Andere nehmen das Thema literarisch auf, so der Eckernförder Schriftsteller Wilhelm Lehmann in seinem Roman „Der Überläufer“, Ernst Jünger in „Im Stahlgewitter“ oder Erich-Maria Remarque in seinem weltbekannten Klassiker „Im Westen nichts Neues“. Aber auch Biographien wie „Wilhelm II“, „Ludendorff“ oder „Der Rote Baron“ kommen nicht zu kurz. Auch DVDs zu dem Themenkomplex werden vorgeschlagen: „Hindenburg“ zum Beispiel oder „Die Schlacht an der Somme“. Computerfreunde kommen mit CD-Roms auf ihre Kosten.

Einen Leckerbissen für Freunde der Eckernförder Geschichte hat Verena Leonhardt in Zusammenarbeit mit Museumsleiter Dr. Uwe Beitz erarbeitet: Zeugnisse aus Eckernförde berichten davon, wie hier vor 100 Jahren um Spenden für Lazarette und Sanitätsversorgung geworben wurde: „De Isern Düker mutt nagelt warrn!“, hieß es auf einem über dem Torbogen des Alten Rathauses angebrachten Bild. Der Isern-Düker-Steg war der Steg für die Kriegsschiffe und U-Boote in Eckernförde. Jeder, der einen gewissen Betrag spendete, konnte auf dem Bild, das ein U-Boot zeigte, symbolisch einen Nagel einschlagen. Einen großen Menschenauflauf gab es, als Prinzessin Irene und Prinz Heinrich den ersten Nagel ins Holz trieben.

Die Broschüre „Ernährung im Kriege“ – herausgegeben vom Innenministerium – gibt Tipps wie „weniger Fleisch essen“ oder „Gemüse selbst anbauen“. Nicht zuletzt wird auch auf Eckernfördes Bürgermeister Karl Heldman (1872-1914) eingegangen (Bürgermeister 1906-1914), der kriegsbegeistert an die Front zog und schon nach kurzer Zeit fiel. Die Kriegsbegeisterung der Menschen wird auch in der damaligen Presse deutlich. Kopien der Eckernförder Zeitung und der Eckernförder Nachrichten vom Kriegsbeginn hängen aus.

Die Ausstellung ist noch bis zum 22. Mai zu sehen.

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