„Krieg ist keine Lösung“

gaza

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27. Juli 2014, 11:51 Uhr

Friedlich verlief am Sonnabend eine pro-palästinensische Kundgebung auf dem Asmus-Bremer-Platz. 150 Teilnehmer protestierten gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen, den verschiedene Redner kritisierten. Unter ihnen auch der Lübecker Psychologie-Professor Rolf Verleger, der wegen seiner israelkritischen Äußerungen vor ein paar Jahren seine Ämter in der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein verlor. Auch Kundgebungsteilnehmer konnten spontan zum Mikrofon greifen. Hiervon machte auch Otwin Herzig aus Gelsenkirchen Gebrauch, der zurzeit mit seiner Ehefrau Urlaub in Eckernförde macht, extra zur Demo nach Kiel gekommen war und sich dort lautstark für die Menschen im Gazastreifen einsetzte.

Die Organisatoren, die auch eigene Ordner eingesetzt hatten, wollten eine friedliche Veranstaltung und taten alles in ihrer Macht stehende, um Eskalationen zu vermeiden, was Polizeisprecher Bernd Triphahn lobend hervorhob. Einer kleinen Gruppe von Kundgebungsteilnehmern, die angesichts der rund 20 am Rande des Platzes stehenden pro-israelischen Gegendemonstranten Sprechchöre anstimmten, wurde seitens der Organisatoren umgehend klargemacht, dass es sich um eine friedliche Demonstration handelt und auch Hassparolen nicht geduldet werden. Neben Plakaten wie „Freiheit für Palästina und Kurdistan“ oder „Gegen Käfighaltung in Gaza“, fiel eines besonders auf. Es forderte ein „Existenzrecht für Israel und Gaza / Palästina – Krieg ist keine Lösung“. Ein Plakat, das das Ansinnen der Veranstalter, die mit dem Verlauf der Kundgebung sehr zufrieden waren, wiedergab.

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