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Rendsburg-Eckernförde : Kreistag RD muss sich Mehrheiten erarbeiten

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Klare Mehrheiten wie bisher zwischen CDU und FDP sind im Kreistag Rendsburg-Eckernförde Vergangenheit. Die Piraten erzielen einen Achtungserfolg.

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erstellt am 27.Mai.2013 | 02:45 Uhr

Rendsburg | Enttäuschende Ergebnisse für FDP und Linke, Zugewinne bei CDU und SPD, Siegerlaune bei den Grünen, Seitenschritt für den SSW und ein Achtungserfolg der Piraten. Das Ergebnis der gestrigen Kreistagswahl zwingt die Parteien, künftig mehr miteinander ins Gespräch zu kommen. Klare Mehrheiten, wie bisher zwischen CDU und FDP, gehören der Vergangenheit an. Außerdem wird der künftige Kreistag wegen fehlender Überhangmandate nur noch aus 49, statt wie im Moment 56 Mitgliedern bestehen.
Stärkste Fraktion ist wieder die CDU (24 Sitze), gefolgt von der SPD (15), Grüne (6), FDP (3), SSW (3), Linke (1) und Piraten (1).
Für CDU-Spitzenkandidat Lutz Clefsen ist das Ergebnis besser als erwartet."Persönlich bin ich sehr zufrieden", sagte der Kommunalpolitiker, der im "Nebenamt Kreispräsident ist und es auch wieder werden will. "Mir liegt viel daran, dass wir im Kreistag vernünftig zusammenarbeiten." Auch Jo Wadephul freute sich über das "sehr gute Ergebnis". Man habe nicht laut, dafür aber aktiv Wahlkampf betrieben, sagte der CDU-Kreisvorsitzende. Man werde jetzt auf die andeen Parteien zugehen. Die FDP werde erster Ansprechpartner sein.
Die war allerdings der Verlierer des Abends. Faktionsvorsizender Jan Butenschön war mit dem Ergebnis überhaupt nicht zufrieden. Erwartet habe er rund sieben Prozent. "Einen Teil der Stimmen haben wir wohl an die CDU verloren", sagte Butenschön.
Auch Die Linke musste Federn lassen. Entsprechend war die Enttäuschung bei der Fraktionsvorsitzenden Daniela Asmussen, die für ihre Partei nun allein im Kreistag sitzen wird. "Ein Rückgang war absehbar", gestand die Blumenthalerin. "Dabei haben wir im Kreis gute Arbeit geleistet."
Ohne Fraktionsstatus, weil Einzelkämpfer, wird auch Hans-Werner Last von den Piraten sein. "Ich bin schon ein bisschen enttäuscht, hatten wir doch auf zwei bis drei Abgeodnete gehofft." Dennoc hätten die Wähler akzeptiert, "dass wir nicht Chaoten sind, sondern uns künftig aktiv in die Kreispolitik einschalten werden."
"Nicht ganz zufrieden" ist Hartmut Steins vom SSW. Seine Fraktion könnte bei der Suche nach Mehrheiten künftig das Zünglein an der Waage sein. "Wir sind da ganz offen", sagt er gestern Abend der Landeszeitung. Eine Vorfestlegung lehne er ab.
Sieger der Kreistagswahl sind die Grünen. Sie verbesserten ihr Ergebnis von vor fünf Jahren von 9,1 auf 12,5 Prozent. Spitzenkandidatin Monika Schorn gab sich bescheiden: "Ja, man sei ganz zufrieden und immerhin drittstäkste Fraktion. Schön sei, dass die Grünen auch auf dem Land gewonnen hätten.
Zweitgrößte Fraktion wurden die Sozialdemokraten, die ihr Mindeswahlziel, "eine weiterhin schwarz-gelbe Mehrheit zu verhindern", erreichten. SPD-Fraktionsvorsitzender Kai Dolgner: "Auch für die Piraten wachsen die Bäume nicht in den Himmel". Überrascht habe in das schlechte Abschneiden der FD, auch das gute der CDU. Jetzt müsse im Kreistag um Mehrheiten gerungen werden - "das ist gut für die Kommunalpolitik."
Auch für den SPD-Kreisvorsitzenden Sönke Rix ist das Ergebnis in Ordnung: "Wir haben insgesamt leicht zugelegt und vier Wahlkreise direkt gewonnen. Damit befindet sich die SPD im Landestrend."

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