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Kreishaushalt : Kreis stellt Rekord auf: Mit 17 Millionen im Plus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Landrat legt Etat-Entwurf für 2018 vor / Sonderprogramme unter anderem für Bildung und Straßen

shz.de von
erstellt am 12.Okt.2017 | 06:38 Uhr

Eckernförde | Der Kreis Rendsburg-Eckernförde wird im kommenden Jahr einen Rekord-Überschuss erzielen. Nach einer „schwarzen Null“ im Etat dieses Jahres geht Landrat Rolf-Oliver Schwemer für den Haushalt 2018 von einem Plus von 17 Millionen Euro aus. Fast die gesamte Summe hat Schwemer für fünf Sonderprogramme verplant. Es soll in Bildung, Straßen und den Klimaschutz investiert werden. Zudem ist eine weitere Tilgung der Schulden vorgesehen. Und die Imland-Kliniken werden mit einem Kassenkredit finanziell abgesichert. Am 7. Dezember entscheidet der Kreistag über das Zahlenwerk.

Sprudelnde Steuerquellen und höhere Zuweisungen des Landes und des Bundes sind die wesentlichen Ursachen für den warmen Geldregen. Da auch die Gemeinden von der boomenden Wirtschaft profitieren, erhöhen sich zudem die Einnahmen aus der Kreisumlage, also dem Beitrag, den jede Kommune zur Finanzierung des Kreis-Etats leisten muss. Insgesamt steigen die Einnahmen von 360,2 auf 370,8 Millionen Euro. Die Ausgaben verringern sich gleichzeitig von 360,2 auf 353,8 Millionen Euro. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Kosten für die Flüchtlingsbetreuung sinken werden.

Der Landrat betonte, dass die positive Haushaltsentwicklung nicht nur auf die Konjunktur zurückzuführen sei, sondern ebenso auf den von Politik und Verwaltung gemeinsam eingeschlagenen Konsolidierungskurs. „Die Maßnahmen der vergangenen Jahre tragen Früchte“, sagte Schwemer. Der Kreis habe sich von mehreren kostenintensiven Liegenschaften getrennt und zudem interne Abläufe neu strukturiert. Vor Personalkostensteigerungen ist jedoch auch Schwemers Kreishaus nicht gefeit. Sie sind seit 2014 von 35,8 auf jetzt 38,8 Millionen Euro gestiegen. Aktuell sind 638 Menschen beim Kreis beschäftigt.

Allerdings ist Rendsburg-Eckernförde bei den Personalkosten der Musterschüler unter allen Kreisen Schleswig-Holsteins. Denn umgerechnet auf die Bevölkerung liegen die Kosten für die Beschäftigten bei 141,87 Euro pro Einwohner. Zweitplatzierter ist Segeberg mit 150 Euro pro Einwohner. Die höchsten Personalkosten leisten sich hingegen Nordfriesland (277 Euro pro Einwohner) und Schleswig-Flensburg (258 Euro). Der Landesschnitt liegt bei 187,84. Ähnlich gut sieht es für Schwemer und seine Mitarbeiter bei der Kreisumlage aus: Nirgendwo in Schleswig-Holstein müssen die Gemeinden pro Einwohner weniger an die Kreiskasse abführen als in Rendsburg-Eckernförde. 325 Euro pro Bürger werden es im kommenden Jahr sein. Am meisten muss im Kreis Pinneberg gezahlt werden. Dort liegt der Satz bei 451 Euro.

Forderungen aus den Gemeinde, die Kreisumlage weiter zu senken, tritt Schwemer entgegen. Seit zehn Jahren liege der Satz bei 31 Prozent. „Und das war auch in den Jahren der Fall, in denen wir ein Haushaltsdefizit verkraften mussten.“ Nun sei der Kreis im kommenden Jahr mit den erzielten Überschüssen in der Pflicht, den Investitionsstau aufzulösen.

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