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Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 15:03 Uhr

Kreis soll Abschuss von Gänsen genehmigen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2013 | 06:09 Uhr

Das vermehrte Auftreten von Kanadagänsen und die dadurch hohe Kotbelastung übersteige nach wie vor die Regenerationsfähigkeit des Holtsees, erklärte Bürgermeister Jens-Peter Frank (SPD) am Montagabend in der Gemeindevertretersitzung. „Der See ist in einem sehr schlechten Zustand und das Vergrämen der Tiere durch Geräusche hat bisher nichts gebracht“, führte Frank auf Nachfrage der EZ aus. Es sei ein Gewöhnungseffekt eingetreten. „Ob künstliches Hundegebell oder Schüsse, die Gänse merken, das ist nur viel Lärm um nichts.“

Um die Verschmutzung des Sees einzudämmen, folgt die Gemeinde deshalb jetzt den Empfehlungen der Jägerschaft: Schussgeräusche sollen durch scharfe Munition ersetzt werden. Für Vergrämungsabschüsse bedürfe es jedoch außerhalb der Schonzeit (noch bis 31. Oktober) einer Genehmigung des Kreises. „Wir rechnen täglich mit einem entsprechenden Schreiben“, so der Bürgermeister. Insgesamt bis zu zehn Tiere könnten dann abgeschossen werden. Ziel dieser Maßnahme: Die übrigen Gänse sollen sich durch die Aufregung zurückziehen. Für Unmut in der Gemeinde sorgt auch die Hundekotverschmutzung der Sportanlange. Hier verwies Frank Montagabend auf die Nutzerordnung. Die Rehe, die im Frühjahr tot in Vorgärten gefunden wurden, waren vergiftet. Es konnte ausgeschlossen werden, dass Tollwut im Spiel war – ob die Vergiftung vom Efeu herrühre, soll nun untersucht werden.

In Groß Wittensee wurde der Wegfall der Sparkassenzweigstelle wöchentlich mit einer mobilen Einrichtung ausgeglichen. Einen entsprechenden Antrag habe auch Holtsee gestellt. Zudem soll ein Kinder- und Jugendbeirat sowie ein Seniorenbeirat eingerichtet werden, für die noch Satzungen erstellt werden müssen.

Thomas Struckmeier vom Planungsbüro IPP informierte erneut über den aktuellen Stand des Bauprojektes östlich der Straße Ekbarg und südlich der Straße Ecke (wir berichteten). Thematisiert wurden Gebäudehöhe, Bebauungsabstand, zentraler Müllsammelplatz, Carport und Stellplätze im öffentlichen Raum. „Die Änderungen machen eine erneute, verkürzte Auslegung erforderlich“, so Struckmeier.

Im Zuge der Doppik-Einführung 2015 bei der Verwaltung sind Straßenausbaubeiträge zu berücksichtigen. Hierzu müssen 26 Kilometer Gemeindestraßen erfasst werden. Es soll ein Straßenerhaltungskonzept erstellt werden, das in elektronischer Form notwendige Details bereit stellt.

Beschlossen wurde auch die Erneuerung der Hallentore des Feuerwehrhauses und der Abriss des gemeindlichen Hauses in der Dorfstraße 18. Angebote für beide Vorhaben werden eingeholt. Die Gemeinderat beschloss darüber hinaus, den Sanitärbereich der Sporthalle im Sommer 2014 komplett zu sanieren.

Lag bislang die Schulträgerschaft bei der jeweiligen Gemeinde, soll diese jetzt auf eine gemeinsame Schulträgerschaft für die betreute Grundschule Holtsee/Groß Wittensee übertragen werden, denn Landes-Fördermittel werden nur an einen Träger ausgezahlt. Der Betrag – 3306 Euro – wird im Verhältnis der Kinderzahlen beider Schulen aufgeteilt.

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