Galerie Carlshöhe : Kreative Kids bereichern Kulturbetrieb

Die Zwillinge Tjark und Thore Mordhorst (12) mit ihrer Skulptur aus Pappmaché.
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Die Zwillinge Tjark und Thore Mordhorst (12) mit ihrer Skulptur aus Pappmaché.

Carlshöher Künstlergemeinschaft nimmt sich ausgewählter kreativer Kinder und Jugendlicher an. Großes schöpferisches Potenzial.

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12. März 2013, 07:11 Uhr

Eckernförde | "Kinder haben uns eines voraus: Sie können noch mit völliger Freiheit im Kopf arbeiten." Künstlerin Stefanie Dürkop, zu Hause in der Galerie Carlshöhe, freut sich sehr auf die gemeinsame Arbeit von ihren Schützlingen Carolin, Stine, Tjark und Thore. Die Vier gehören zu den insgesamt knapp 120 kreativen Kindern und Jugendlichen des Altkreises Eckernförde, die beim ersten jugendkünstlerischen Wettbewerb des Vereins "Natur und Kultur Carlshöhe" teilgenommen und bis Anfang Januar ihre selbstgebastelten oder -gezeichneten Werke eingereicht hatten. Am Sonntag wurden die ausgesprochen originellen Arbeiten der jungen Talente in der Galerie auf Carlshöhe ausgestellt. Für 23 der Nachwuchskünstler steht nun eine Zusammenarbeit mit den Profis an: Sabine Freund, Ralf Rahier, Stefanie Dürkop, Ute Kramer, Eckhard Kowalke, Margit Buß und Nils Winderlich wollen zeigen, wie viel schöpferisches Können in den Jungen und Mädchen steckt, für die der Kunstunterricht in der Schule allein zum Austoben all ihrer bunten Ideen gar nicht ausreicht.

Die zwölfjährigen Zwillinge Tjark und Thore Mordhorst haben es der Malerin Stefanie Dürkop mit ihrem Projekt - zwei ineinander verkettete Pappmaché figuren mit dem Titel "Vater und Sohn" - sofort angetan. Jetzt freut sie sich, die beiden Sechstklässler in ihrem Team begrüßen zu dürfen. "Die Arbeit der Zwei ist mir ins Herz gegangen, sie haben einen tollen Ausdruck. Nun wollen wir in einem Wochenendworkshop das freie Zeichnen üben", so Dürkop.

Joanna (12) und Jonathan Freund (11) erwartet unterdes die Porträtmalerei unter dem geschulten Auge Eckhard Kowalkes. Unter dem Motto "Alles in Bewegung" reichten die beiden zwei ganz unterschiedliche Werke bei dem Wettbewerb ein: Während Jonathan punktgenaue Feinlinienzeichnungen beherrscht, gestaltete Joanna ein Mobile aus Büchsen, in die sie mit Pappe, Papier oder Plastik die vier Elemente einfügte. "Das ist pädagogisch sehr wertvoll", lobt Maler und Bildhauer Eckhard Kowalke die Arbeit der 12-Jährigen und kommt derweil auch bei Jonathans besonders detaillierter Schriftführung erneut ins Staunen. "Beide sind sehr begabt. Ich möchte ihnen nun die Porträtmalerei mit modernen Hilfsmitteln wie der Glasur beibringen. Dafür werden sie so viel Zeit bekommen, wie sie brauchen. Sie sollen die Bilder genauso durchleben wie ich", erklärt Kowalke, der für seine realistischen Bilder bekannt ist.

Der Wettbewerb sei der Versuch, möglichst vielen Menschen die Kunst nahe zu bringen, beschreibt Dorothea Paulsen, 1. Vorsitzende des NaKu Carlshöhe, die Intention hinter dem Konzept. Nicht nur auf der Leinwand werden in den nächsten Wochen auf diese Weise viele interessante Werke entstehen. Auch Holz, Gips und Eisen sollen Verwendung finden, wenn sich der kreative Nachwuchs in den Künstlerwerkstätten auf Carlshöhe austoben darf.

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