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Naturwerkstatt : Kreativ sein in und mit der Natur

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Martina Lange-Görns aus Altenholz bietet in der Felmer Waldhütte Workshops für Kinder an

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Die Natur ist eine unerschöpfliche Quelle für sie: Zum Experimentieren, Erfinden, Spielen und um Kunstwerke herzustellen. Unter dem Motto „Naturwerkstatt – Natürlich Kreativ Leben“ bietet die Architektin und Naturspielpädagogin Martina Lange-Görns aus Altenholz Programme an, bei denen die Teilnehmer auf kreativ spielerische Weise der Natur begegnen. „Ich arbeite mit allem, was die Natur so bietet“, erzählt die lebendige Frau mit der grünen Strähne im dunklen, wilden Haar. „Immer den Jahreszeiten angepasst.“

Im Mai durfte sie, da der Raum dort anderweitig gebraucht wurde, mit ihrer Naturwerkstatt vom Zwergenhof Thomsen in Altenholz in die gemeindeeigene Waldhütte an der Grundschule Felm umziehen. Auf dem Zwergenhof hat sie mit Kindern und Tieren gearbeitet. Bis 2011 sogar noch parallel dazu als angestellte Architektin in Kiel. „Aber ich habe mich für Kinder und Tiere entschieden“, erzählt sie, die selber fünf Kinder im Alter zwischen 17 und 21 Jahren hat. „Kinder sind für alles offen und setzen Dinge toll um.“ Und sie könne auch mit Kindern Architektur machen. „Ich kann mit ihnen Weidentippis bauen oder mit Steinen ein Hochbeet anlegen.“ Derzeit bietet sie Projekte in der Betreuten Grundschule Dänischenhagen, in der Zukunftswerkstatt, im Stadtpark Norderstedt und in der Arche Warder an und betreut vier Naturgruppen. Darüber hinaus qualifiziert sie sich in Kräuterkunde. Auch in Felm hat sie schon Projekte angeboten: Im Mai hat sie als Hexe Herbaria mit Kindern die Farben der Natur entdeckt, Kindern der Grundschule Felm hat sie die Brennnessel näher gebracht und im Ferienbegleiter der Awo Gettorf und Umgebung mit Kindern in der Waldhütte geschnitzt. „Ich mache einfache Dinge, die mit Kindern umsetzbar sind“, erklärt sie – Traumfänger, eine Pfosteneule, Türschilder, ein Tic-Tac-Toe-Spiel und ein Sommerlicht. „Man braucht nur eine Säge einen Hammer und ein paar Nägel.“ Schnitzen fänden die Kinder toll, weiß sie. „Dabei gibt es natürlich Regeln.“ Sie lässt die Kinder viel ausprobieren, wägt aber immer ab. Mit ihren Naturgruppen ist sie im Wald, auf Wiesen und am Strand unterwegs. Sie bauen Wassergucker, fertigen Schmuck und Kunstwerke aus Muscheln und Gips, untersuchen Bäume nach Baumgeistern. „Den Wasserfluss in der Birke kann man mit einem Stethoskop tatsächlich hören“, versichert die Naturspielpädagogin. Ihre Angebote richten sich hauptsächlich an Kindergartenkinder und Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren, unabhängig von körperlichen und geistigen Einschränkungen.

Jetzt, wenn die Natur zur Ruhe kommt, möchte sie dem Wunsch der Gemeinde nachkommen, verstärkt Kontakt zu Kita und Schule in Felm suchen und zu werben. „Ich kann mir gut vorstellen, gemeinsam Projekte zu machen“, sagt sie.

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