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Krähen bleiben unangetastet, Ratten werden bekämpft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bürger berichten im Umweltausschuss über Krähenplage am Lornsenplatz / Stadt hat keine Handhabe

Die Saatkrähen-Kolonie am Lornsenplatz bereitet offenbar vielen Bürgern Unbehagen. Karin Lilie wies in der Einwohnerfragestunde des Umweltausschusses am Dienstagabend darauf hin, dass die Krähen im „Sky-Wäldchen“von Mitte Februar bis Mitte Mai den gesamten Fuß- und Radweg mit ihrem Kot verunreinigen und man als Fußgänger kaum eine Chance hat, unbefleckt dort entlang zu gehen. „Das kann so nicht weitergehen!“, sagte Karin Lilie, die eine Überdachung dieses Areals vorschlug.

Michael Packschies, im städtischen Bauamt zuständig für Landschaftspflege und Naturschutz, kennt das Problem durch Hinweise vieler Bürger. Allerdings seien die Krähen eine geschützte Art, die Tiere dürften keinesfalls vertrieben geschweige denn getötet werden.„Wir werden mit den Krähen leben müssen“, sagte Packschies. Die Vergrämung der Kolonie Carlshöhe sei wegen der Umbaumaßnahmen die einzige, die der Stadt Eckernförde zugestanden worden sei. Mehr Ausnahmen werde es nicht geben. Selbst der Einsatz von Falken sei nicht gestattet. „Die Krähen wird man nicht los, sie ziehen dann in das nächste Gebiet. Das Nahrungsangebot ist für sie in der Stadt einfach zu verlockend.“ Torsten Peuster (Bürger-Forum) regte an, eventuell den Korridor des Rad- und Fußweges zu verändern.

Ein weiteres tierisches Problem sind die Ratten. Torsten Peuster wies darauf hin, dass er im Jungfernstieg täglich mehrere Ratten im Pflanzstreifen beobachte. Michael Packschies betonte, dass es auch in anderen Lagen ein offenbar verstärktes Rattenaufkommen gebe, zum Beispiel auch rund ums „Haus“ in der Reeperbahn. Dort seien zahlreiche Rattenlöcher neben dem Fundament zu sehen und auch Ratten beobachtet worden. Während das Ordnungsamt die Hauseigentümer alljährlich zwei Wochen im November zur Rattenbekämpfung verpflichtet, beauftragt die Stadt darüber hinaus für ihre Liegenschaften und die Kanalisation professionelle Schädlingsbekämpfer. Wird darüber hinaus Rattenbefall gemeldet, fordert das Ordnungsamt die jeweiligen Hauseigentümer auf, etwas dagegen zu unternehmen, sagte Ordnungsamtsleiter Klaus Kaschke auf EZ-Anfrage. Im Falle des Jungfernstiegs ist es nach Auskunft von Michael Packschies allerdings auch zielführend, die Bepflanzung zu verändern: weg von den Bodendecker, hin zu einer lichteren, blühenden Bepflanzung.

Im Ausschuss wurde ferner die Frage thematisiert, warum gerade jetzt vermehrt Ratten beobachtet werden. Normalerweise würden die Nager erst nach dem Abernten der Felder im Spätherbst verstärkt in die Stadt kommen. Es könnte sein, dass die Ratten sich verstärkt in der Kanalisation ausgebreitet haben oder sich nach dem Abriss der Getreidehalle am Hafen neue Lebensräume im Umfeld gesucht haben.

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erstellt am 12.Mär.2015 | 06:15 Uhr

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