zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

19. November 2017 | 13:34 Uhr

DLRG : Kräftemessen der Rettungsschwimmer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

305 Teilnehmer gehen beim 18. LiveSavingCup am Hauptstrand an den Start.

Eckernförde | Sie schwimmen nicht nur, um sich fit zu halten, sondern um andere Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren – 305 Rettungssportler in 29 Teams gingen beim 18. LiveSavingCup am Hauptstrand an den Start, den der Landesverband der DLRG Jugend Schleswig-Holstein organisiert hatte. Sogar eine Mannschaft aus Kelkheim im Taunus hatte sich auf den Weg zum „Freigewässerwettkampf im Rettungsschwimmen“ gemacht.

Für die jüngeren Nachwuchssportler und im Alter von sechs bis 15 Jahren fanden die Wettkämpfe bereits zum 13. Mal parallel mit dem YoungStarCup statt. Der jüngste Rettungssportler in diesem Jahr war gerade sechs Jahre alt und reiste mit der Mannschaft aus Celle an.

Bei 14 Grad Wassertemperatur gehörte die Ostsee den Sportlern allein, Gäste wie Einheimische hatten es vorgezogen, die jeweiligen sportlichen Disziplinen vom Strand aus zu beobachten. Die Wettkämpfe, die solche Bezeichnungen wie „Ski Race“ oder „Beach Flags“ tragen, versetzten die zahlreichen Zuschauer in Erstaunen. Beim Beach Flags zum Beispiel liegen die zehn Rettungssportler pro Lauf bäuchlings im Sand, müssen beim Start fix aufstehen, sich umdrehen und eine Strecke von etwa 20 Metern rennen, um einen der nur neun vorhandenen Stäbe (Flags) zu erwischen. Analog der „Reise nach Jerusalem“ bleibt also ein Sportler ohne Stab und scheidet aus diesem Wettbewerb aus. Für die anderen Sportler beginnt dieser Wettkampf dann von vorn. Eine mehr als ausgezeichnete Kondition ist dafür erforderlich ist. Die Zuschauer zeigten große Hochachtung vor den Rettungssportlern, die ausschließlich in ihrer Freizeit auch für derartige Wettkämpfe trainieren und sich damit fit halten, um im Notfall an Küsten und Binnengewässern einsatzbereit zu sein und Leben retten zu können.

Ein weiterer bemerkenswerter Wettkampf ist das „Ski Race“, ein Kajakwettbewerb, bei dem die Teilnehmer aus dem Wasser heraus in ihren Kajaks starten und eine 500 Meter lange Strecke zurücklegen müssen. Auch hier gilt das „Ausscheidungsprinzip“, das heißt nur die schnellsten und wendigsten Sportler kämpfen am Ende um den ersten Platz. Bei diesen Wettbewerben entscheidet also keine Stoppuhr, sondern nur die Schnelligkeit und die Technik der einzelnen Wettkämpfer.

Bei aller Sportlichkeit unter den Wettkämpfern blieben leider auch kleinere Rempeleien nicht aus, die allerdings streng geahndet würden, erklärte Birgit von Essen, Mitglied im Arbeitskreis des Landesverbandes der DLRG Jugend, Schwimmen, Retten und Sport in Schleswig-Holstein. „,Der Rettungssportler wird dann vom Wettkampf disqualifiziert“, sagte sie.

Ein besonderes Dankeschön richtete Birgit von Essen an die DLRG-Wettkampftruppe aus Eckernförde unter Leitung von Björn Fischer. Die Eckernförder Rettungsschwimmer hatten zusätzlich zu ihrer täglichen Praxis am Strand einen wesentlichen Teil der Organisation übernommen.

 

 

> Die Ergebnisse: Bei den Herren siegte Jakob Petersen aus Glücksburg vor Matthias Krause aus Uetersen und Robert Weißhuhn aus Berlin. Bei den Damen holte sich Carla Strübing aus Uetersen den ersten Platz vor Svenja Blohm aus Uetersen und Johanna Gronewold aus Braunschweig. In der Teamwertung ließen die Glücksburger Berlin und Braunschweig hinter sich.

 

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen