zur Navigation springen

Demo : Krach in Gammelby: Demo gegen Deponieausbau

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bürgerinitiative ruft Sonnabend zur Krach-Demo gegen Pläne zur Erweiterung einer Bauschuttdeponie auf

Gammelby | Sie wollen, dass es richtig laut wird, die Mitglieder der Gammelbyer Bürgerinitiative (BI) gegen die Deponieerweiterung im Ort. Sie rufen am Sonnabend, 18. Juni , zur Demonstration unter dem Motto „Mit Krach für unsere Zukunft“ auf. Treffpunkt ist um 10.45 Uhr am Feuerwehrgerätehaus. Besonders Kinder und Jugendliche laden stellvertretend Brigitte Lietzmann und Rolf-Dieter Hergel für die Bürgerinitiative „Depo-Nie“ auf, sich an dem halbstündigen Umzug zu beteiligen. Vor allem sie seien es, die in Zukunft mit einer möglichen erweiterten Bauschuttdeponie und einer massiven Zunahme des Lkw-Transports im Ort groß werden und leben müssten. Daher sollen die Kinder alles mitbringen, was Lärm macht. Ob Trillerpfeifen, Trommeln oder Topfdeckel, alles sei willkommen, um auf die von den Gammelbyern befürchtete Deponieerweiterung aufmerksam zu machen, sagt Hergel. Im Ort gibt es 80 Kinder und Jugendliche, sie hoffen auf 40 Teilnehmer. Und natürlich sind auch Eltern, Verwandte und Bürger willkommen, um ab 11 Uhr ab dem Feuerwehrgerätehaus loszuziehen. Die Dorfstraße und der Kirchenweg Straße werden für die Dauer von der Polizei für den Verkehr gesperrt, berichtet Hergel von den Planungen.

Die Initiative mit rund 200 Mitgliedern sorgt sich um die Sicherheit im Ort. Sollte die Firma Glindemann als neuer Eigentümer der Deponie die Zulassung zur Erweiterung erhalten, dann würden weitere rund 400  000 Kubikmeter Bauschutt nach Gammelby gefahren werden dürfen. Hergel hat berechnet, dass dann über etliche Jahre lang während der Arbeitszeiten täglich rund 100 40-Tonner die Deponie ansteuern und auch wieder verlassen würden. Mit dem Material würde dann ein heute wertvolles Biotop zugeschüttet, mehr noch, es würde vermutlich ein 15 Meter hoher Bauschutthügel südlich der Gemeinde entstehen, so Hergel in einem Flugblatt, das die Initiative an die Haushalte verteilte. Der Anlieferverkehr dürfte hauptsächlich über die B 76 erfolgen, so dass neben Gammelby vor allem auch Fleckeby und Eckernförde von dem Lkw-Lärm und dem Betonstaub betroffen sein würden, stellt Hergel fest. In Kürze wird die BI als Gast im Eckernförder Umweltausschuss sprechen und um Unterstützung werben. Denn, auch wenn eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung für die Erweiterung in Arbeit sei, so hätten die Mitglieder der Initiative wenig Vertrauen in die Behörden, ergänzt Brigitte Lietzmann.

Sorgen bereitet den Bürgern auch der Gedanke, das möglicherweise Bauschutt von den Abrissen der Schleswig-Holsteinischen Atomkraftwerke nach Gammelby gefahren werden könnte, wenn eine Erweiterung durch die Aufsichtsbehörden zugelassen werde. Dann hätten sie in einer touristisch wertvollen Region in Schwansen auch noch leicht strahlenden Abfall, so die BI. Sie fühlten sich wie David gegen Goliath, so Hergel und hoffen auf Unterstützung. Mit viel Lärm soll es am Sonnabend losgehen.

 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 16.Jun.2016 | 06:41 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen