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Eckernförder Zeitung

14. Dezember 2017 | 14:25 Uhr

Kostbare Fayenceteller

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 18.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Das Museum Eckernförde öffnet seine Schatztruhe: Ab heute stellt Museumsleiter Dr. Uwe Beitz an jedem Freitag bis Weihnachten ein besonderes Objekt aus der Sonderausstellung „Verborgene Schätze des Museums Eckernförde“vor.

2013 konnte das Museum endlich zwei polychrom bemalte Teller der Eckernförder Fayencemanufaktur erwerben, von denen wir einen hier zeigen (Inv. Nr. 2013/041). Bis dahin gab es nur einfarbige Exemplare im Bestand. Dieser Teller entstand 1768, kurz bevor der Direktor Johann Buchwald den Betrieb verließ. Bemalt wurde er von Johann August Jahn, der von 1767 bis 1769 in Eckernförde zunächst als Maler, zuletzt auch als Direktor tätig war. Auf der Unterseite findet sich die Signatur „O/E/B/J 68“, die sich in „Otte“ (als Eigentümer der Manufaktur), „Eckernförde“ (als Produktionsort), „Buchwald“ (als Direktor) und „Jahn“ (als Maler) nebst Herstellungsdatum auflösen lässt.

Es handelt sich um einen mit typischen Blumenmotiven bemalten Teller, der im Muffelbrandverfahren hergestellt wurde, das eine freiere Farbverwendung erlaubt als die Scharffeuermalerei. Die Farben werden dabei erst nach dem zweiten, dem „Glattbrand“, bei dem Scherben und Glasur miteinander verschmelzen, aufgetragen. Der dritte, abschließende Brand, bei dem dann die Farben auf die Glasur aufgeschmolzen werden, geschieht zum Schutz vor direkter Hitzeeinwirkung in Tonkapseln, den sog. „Muffeln“.

Zu sehen in der Ausstellung „Verborgene Schätze des Museums” bis zum 10. Januar 2016 im Museum Eckernförde.


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