Ehrenamt : Kosel ist stolz auf die zehn „Goldschätze“

Bürgermeister Hartmut Keinberger (hinten Mitte) ist dankbar für den Einsatz der Koseler „Goldschätze“: (hinten v. l.) Michael Meyer, Ulrike Rammer, Jutta Kreuziger und Brigitte Papenhagen sowie Gerd Bendixen, Heinke Marquardt, Annick Take, Friedrich Wilhelm Voß, Hannelore Settler, Christiane Zimmermann-Stock und Hannelore Jacobsen, (vordere Reihe v.l).
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Bürgermeister Hartmut Keinberger (hinten Mitte) ist dankbar für den Einsatz der Koseler „Goldschätze“: (hinten v. l.) Michael Meyer, Ulrike Rammer, Jutta Kreuziger und Brigitte Papenhagen sowie Gerd Bendixen, Heinke Marquardt, Annick Take, Friedrich Wilhelm Voß, Hannelore Settler, Christiane Zimmermann-Stock und Hannelore Jacobsen, (vordere Reihe v.l).

Bürgermeister Hartmut Keinberger ehrt beim Neujahrsempfang im Koseler Hof zehn engagierte Mitbürger.

shz.de von
12. Januar 2015, 06:02 Uhr

Wenn am Sonntagvormittag die Gemeinde zum Neujahrsempfang bittet, füllt sich der „koomodige“ gemütliche Saal der Gaststätte Koseler Hof rasch bis auf den letzten Platz. Bürgermeister Hartmut Keinberger hieß die rund 100 Bürger der vier Schleidörfer Kosel, Bohnert, Missunde und Weseby und die zahlreichen Ehrengäste willkommen. Im Blickpunkt des Neujahrsempfang stand der Dank an die ehrenamtlichen „stillen Helfer“ , die sich um die Gemeinde verdient gemacht haben. Nach einer Gedenkminute für die Opfer des französischen Terroranschlages gab der Bürgermeister vor Ehrung der „Gemeinde-Goldschätze“ einen Jahresrückblick. Keinberger hob das gute Miteinander der anliegenden Gemeinden hervor, die gute Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern und dem Amt Schlei-Ostsee. Mit sichtlichem Stolz begrüßte der Bürgermeister 29 Vereine und Verbände der 1397 Einwohner zählende Gemeinde. Eine stattliche Anzahl, in der das Ehrenamt sehr engagiert gelebt wird.

Keinberger erinnerte an die Ereignisse des vergangenen Jahres. Der 150. Jahrestag der Schlacht bei Missunde brachte der Gemeinde viel Lob und Anerkennung ein – die er gerne an Heinz Zimmermann-Stock weitergab, der sich engagiert um die Vorbereitung und Durchführung gekümmert habe. Im Jahrbuch der Heimatgemeinschaft Eckernförde sei dies alles nachzulesen. Es wurde ein neues Gemeindefahrzeug angeschafft und der Vertrag für den zweiten Gemeindearbeiter unbefristet verlängert. Das Thema Fracking berührt die Gemeinde besonders: „Unsere Gemeinde hat sich, wie alle anderen Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee, eindeutig gegen das Aufsuchen von Kohlenwasserstoffen durch Fracking ausgesprochen“, erklärte Hartmut Keinberger. Der Neukauf eines 1330 Quadratmeter großen Grundstückes, einschließlich eines Wegs am Holmerstrand, solle allen Bürgern der Gemeinde zu Gute kommen. Flüchtlinge würden in Kosel gut aufgenommen und betreut. „In Dankbarkeit, dass wir 70 Jahre in Frieden leben konnten, können wir von Herzen helfen und Unterstützung anbieten“, sagte Keinberger. Der Bürgermeister versäumte nicht, sich bei dem Pächterpaar des Koseler Hofs, Viola Wissmer und Frank Spack, zu bedanken: „Durch euch hat der Kosler Hof einen sehr guten, überregionalen Ruf erhalten, wir und viele Gäste fühlen uns hier sehr wohl.“

Stimmungsvoll sorgte die Gruppe „Querfeldein“ für einen festlichen musikalischen Auftakt. Spätestens bei Refrain des Liedes „Ik bün froh“ aus der Feder von Claudia Piehl wurde mitgesungen, kein Wunder, spricht der Text doch aus dem Herzen: „Wi leevt an de Ostsee, wi leevt an de Schlie…“. Aufgelockert wurde der Neujahrsempfang zudem durch einen Sketch von Annelene Lausen und Edith Grünauer. Irmgard Goos und Edith Grünauer bereicherten den fröhlichen Empfang durch Lesungen.

Voller Freude berichtete Bürgermeister, Keinberger. dass in diesem Jahr der Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales unter Vorsitz von Ulrike Rammer wieder die Aufgabe gemeistert habe, Koseler Bürger auszuwählen, die durch ihr besonderes Engagement den Ehrentitel „Goldschatz der Gemeinde“ erhalten:

> Hauptfeuerwehrmann Michael Meyer, der ist stets da, wenn man ihn braucht;

> Heinke Marquardt , die die Koseler Kirchenmäuse gegründet hat und ständig weiterentwickelt;

> Gerd Bendixen, der viele Dinge für die Gemeinde kostengünstig erledigt oder spendet wie eine historische Wetterstation für die die französische Partnergemeinde La Mézière;

> Annick Take, die einen wesentlichen Anteil am Erfolg der 29-jährigen Partnerschaft mit La Mézière von den Grundlagen der Verständigung bis hin zum Dolmetschen hat;

>Friedrich Wilhelm Voß, der es als dienstältester Koseler Bürgermeister ganz selbstverständlich findet, 46 Jahre seines Lebens der Gemeindepolitik gewidmet zu haben;

> Brigitte Papenhagen, Christiane Zimmermann-Stock, Hannelore Jacobsen, Hannelore Settler und Jutta Kreuziger als „die guten Seelen der Bücherstube Laurentia“, die sich unter ihren Fittichen zu einem kleinen, kulturellen Zentrum entwickelt hat.

Bürgermeister Hartmut Keienberger fand lobende Worte für die engagierten Koseler: „Wir wissen, dass das Ehrenamt die Basis in unserer Gemeinde ist, wir freuen uns, euch als Goldschätze zu haben und schätzen euch sehr.“ Und wie sie halt sind, die „guten Seelen“, überreichten sie wiederum dem Bürgermeister ein „Goldgeschenk“, das mit dazu beitragen soll, die Räume in der Bücherstube zu verschönern.

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