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Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 14:21 Uhr

Kooperation sichert Weg zum Abitur

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Rechtsanspruch: Berufsbildungszentren des Kreises und Gemeinschaftsschule Eckernförde schließen Vereinbarung

von
erstellt am 20.Mär.2015 | 06:24 Uhr

Mit der Grund- und Gemeinschaftsschule Eckernförde (GGS) hat jetzt auch die letzte der insgesamt acht Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe im Kreis Rendsburg-Eckernförde die Kooperationsvereinbarung mit beiden Berufsbildungszentren (BBZ) unterschrieben. Hintergrund ist das neue Schulgesetz, das die Zusammenarbeit der Gemeinschaftsschulen ohne gymnasialen Zweig mit den anderen Schulen ermöglicht. Das Ziel ist der gleichwertige Weg zum Abitur auch an solchen Gemeinschaftsschulen, die aufgrund ihrer Größe keine eigene Oberstufe erhalten können. Das eröffnet die Möglichkeit, ein durchlässiges Bildungsangebot vorzuhalten.

Besiegelt wurde die Kooperation gestern im Rathaus, wo sich Bürgermeister Jörg Sibbel, der stellvertretende Schulleiter der GGS, Eike Petersen, Monika Boye, Leiterin des BBZ am Nord-Ostsee-Kanal und Jürgen Erwin, kommissarischer Leiter des BBZ Rendsburg-Eckernförde trafen. Damit haben die Schüler der Gemeinschaftsschule nun einen Rechtsanspruch auf Aufnahme an den Beruflichen Gymnasien des BBZ. Vorausgesetzt, sie erfüllen die schulischen Voraussetzungen dafür. Berechtigt sind Schüler, die durch Prüfung einen Mittleren Schulabschluss erworben haben, und die höchstens eine Vier im Abschlusszeugnis stehen haben, erklärte Jürgen Erwin.

Es gibt zwar nun die Garantie für die Aufnahme ins BBZ, aber nicht für eine bestimmte Fachrichtung. Derzeit bietet das Berufsbildungszentrum Rendsburg-Eckernförde die Bildungsgänge: Gesundheit, Elektrotechnik, Informationstechnik, Metalltechnik/Maschinenbau, Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre. Am BBZ am Nord-Ostsee-Kanal gibt es zudem das Berufliche Gymnasium Erneuerbare Energien. Man sei aber flexibel, sagte Monika Boye, bei entsprechender Nachfrage sei man durchaus in der Lage, eine Klasse zusätzlich aufzumachen.

„Die Vereinbarung stärkt den Bildungsstandort Eckernförde“, betonte Bürgermeister Jörg Sibbel. Die Gemeinschaftsschule gewinne dadurch deutlich an Attraktivität, sagte auch Eike Petersen mit Blick auf den Wettbewerb der Lehranstalten untereinander. Er rechne auch mit einem Motivationsschub bei den Schülern, die nun eine zweite Vier im Zeugnis vermeiden wollen.

Kooperationen zwischen den Gemeinschaftsschulen und den BBZ sind allerdings nicht neu. Es hat schon gemeinsame Berufsinformationsbörsen gegeben, auch bei der Referendarausbildung arbeitet man zusammen. Allerdings schafften es bislang nur wenige Schüler, gleich im ersten Anlauf einen Platz im BBZ zu ergattern. Sie hingen in der Bewerberschleife oder standen auf der Warteliste.„Jetzt können wir den Eltern sagen, dass die Schüler bei entsprechender Leistung einen Anspruch auf einen Schulplatz im BBZ haben. Das sei gut für die Werbung.  

 

 

 

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