Konzerterlebnis : Konzerterlebnis mit Mozart-Musik aus drei Generationen

Mit viel Spaß bei Mozarts  „Kindersinfonie“ dabei: Wolfgang Dobrinski (v.l.) , Peter Nauk, Gastinterpretin Brigitte Köhler und Martin Karl-Wagner.
Mit viel Spaß bei Mozarts „Kindersinfonie“ dabei: Wolfgang Dobrinski (v.l.) , Peter Nauk, Gastinterpretin Brigitte Köhler und Martin Karl-Wagner.

Ensemble Brioso spielte Werke von Leopold Mozart, Wolfgang Amadeus Mozart und dessen Sohn Franz Xaver

shz.de von
13. Juni 2014, 06:00 Uhr

Ein Nachmittag wie im Bilderbuch, Sonne über Ludwigsburg und im Goldenen Saal „3 mal Mozart“ – kein Wunder, dass viele Gäste das Konzert hören wollten.

Das Trio Brioso hatte auch ein besonderes Programm vorbereitet: Vater Leopold Mozart, Wolfgang Amadeus Mozart und dessen einziger komponierender Sohn Franz Xaver Mozart wurden mit musikalischen Beiträgen aufgelegt. So erklangen neben Originalwerken der Mozart’schen Kammermusik auch Bearbeitungen für Flöte, Fagott und Klavier, dazu Themen aus den Opern „Die Zauberflöte“, „Don Giovanni“, „Die Hochzeit des Figaro“ und „Idomeneo“. Das Publikum lauschte und war beglückt.

Damit an diesem Konzerttag nicht alles zu ernst wurde, sorgte Martin Karl-Wagner mit seiner bekannt großen Begabung für amüsante Moderationen für zusätzliches Vergnügen. Anekdoten und Wissenswertes rund um die drei Komponisten, Zitate aus Briefen und Reisebeschreibungen ergänzten das Konzert.

So hatte Leopold Mozart, fest angestellt am Salzburger Hof, stets Neues zu komponieren, „zu allen Anlässen die passende Musik zu liefern“ – für Kaffeehaus, Schlitten- und Kutschfahrten, Feste bei Hof. Entsprechend beschwingt und lebensfroh erklang auch seine Musik in Ludwigsburg. „Sicher hat er nicht daran gedacht, dass seine Musik auch noch 250 Jahre später aufgeführt wird“ (Wagner). Zur Förderung seiner Wunderkinder Wolfgang Amadeus und Nannerl ging Vater Mozart schon frühzeitig auf Europa-Tourneen, gut abgestimmt mit seinen Hofdiensten. Aus den Briefen an die Mutter lassen sich viele Einzelheiten wie stürmische Überfahrt über den Ärmelkanal und vom Vorspiel am englischen Hofe lesen.

Franz Xaver, geboren im Todesjahr seines Vaters 1891, hatte zwar Haydn und Salieri als väterliche Freunde und Förderer, aber mit der großen Karriere wollte es bei ihm nicht recht was werden. Immerhin hörte man an seinem Rondo in d-Dur, dass auch aus ihm hätte Großes werden können, wäre er nicht vorzeitig an einer unglücklichen Liebe zerbrochen.

Zum Schluss ein Stückchen aus der „Kindersinfonie“. Mit Rasseln, Trommeln, Pfeifen und Vogelgezwitscher zeigten Martin Karl-Wagner, Wolfgang Dobrinski (Fagott), Pianist Peter Nauk und die Eckernförderin Brigitte Köhler, wie lustig Musik sein kann.

>Info: www. musicbuero.de


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