zur Navigation springen

Kunst hoch schule : Konzentration auf Kunst – Workshop statt Unterricht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Jungmannschule hat zum zweiten Mal an einem Kunstprojekt des Landes und der Muthesiusschule teilgenommen. Den Schülern sollte dabei nicht nur die Kunst näher gebracht, sondern auch potenziellen Kunststudenten eine gute Basis vermittelt werden.

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2013 | 05:55 Uhr

Bereits zum zweiten Mal hat die Jungmannschule sich um ein Projekt des Landes Schleswig-Holstein und der Muthesius Kunsthochschule Kiel beworben, und zum zweiten Mal konnte sich das Eckernförder Gymnasium mit Kunstlehrerin Ulrike Thoms an einem der angebotenen Workshops beteiligen. In diesem Jahr ging es für die Eckernförder Gymnasiasten fünf Tage lang um „Kunst Hoch Schule“ mit Schwerpunkt Kommunikation. Eine Woche lang, täglich von 7.45 bis 14.30 waren die 23 Schülerinnen und drei Schüler des Profilkurses „Kunst“ aus dem 10. und 11. Schuljahr vom regulären Unterricht befreit. So konnten sie sich ausschließlich und ohne Ablenkung mit dem Vorhaben, der Aufgabe, der Umsetzung auseinander setzen.

Ulrike Thoms: „ Eine ganze Woche lang und so konzentriert künstlerisch zu arbeiten, das entspricht ungefähr einem halben Jahr Kunstunterricht mit zwei Wochenstunden.“ Und Schulleiterin Jutta Johannsen: „ … eine wunderbare Sache, nur nicht so leicht im schulischen Alltag - und im Stundenplan - zu organisieren!“

Simon Kühl von der Muthesius Kunsthochschule in Kiel leitet das Projekt. Seit 2010 seien – mit der Unterstützung des Bildungs- und Kulturministeriums - bereits über 30 Workshops an Schleswig-Holsteinischen Schulen realisiert worden. Es gehe dabei stets um die vertiefende Wahrnehmung künstlerischer Prozesse und darum, Voraussetzungen zu schaffen für eine profunde Auseinandersetzung mit künstlerischer Darstellung.
Gleichzeitig habe das Projekt „Kunst Hoch Schule“ das Ziel, zukünftigen Kunststudenten für ihren Studienbeginn zu qualitativ guten Bewerbungsmappen zu verhelfen.

An der Jungmannschule gesellten sich zur Kunstlehrerin Ulrike Thoms drei Künstlerinnen, ehemals Absolventinnen der Kieler Kunsthochschule: die Kommunikationsdesignerin Inga Jöhnk und zwei Künstlerinnen aus Hamburg, Marika Haustein und Monika Stosch. Zusammen mit den 26 Teilnehmern des Profilkurses „Kunst“ erarbeiteten sie spannende Ergebnisse zu dem Thema „Grüße aus … fiktiven Orten“. Hier wurde auf der Suche nach unsichtbaren Orten, bei Expeditionen ins Unbekannte viel Neuland entdeckt, hier arbeiteten alle mit erstaunlichen Ergebnissen an Guckkästen, Plakaten, Postkarten und Tagebüchern. Grüße aus dem verborgenen Universum, aus dem Unscheinbaren, aus der unerwarteten Seite der Natur, aus dem Morgengrauen, aus dem Kopf – das sind nur einige der überraschenden Themen, denen man in Bild, Schrift und zehn Guckkästen begegnen kann – von Dienstag bis Freitag, von 8 bis 15 Uhr in der Jungmannschule. Die Ausstellung ist dort über ein pinkfarbenes Wegeleitsystem ohne Schwierigkeiten zu finden.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen