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Eckernförder Zeitung

16. August 2017 | 15:44 Uhr

Konjunktur in der Region sehr robust

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Überraschend positives Ergebnis der Herbstumfrage des Arbeitgeberverbandes Flensburg -Schleswig - Eckernförde

Fabian Geyer zeigt sich positiv überrascht: „Das hätte ich mir aufgrund der weltweiten, erheblichen Turbulenzen nicht vorstellen können“, sagt der Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Flensburg -Schleswig - Eckernförde mit Blick auf den Russland-Ukraine-Konflikt zur aktuellen Herbstumfrage. Demnach entwickelt sich die Konjunktur im Nordosten Schleswig-Holsteins besser als erwartet – und noch besser als im Vorjahr.

Beispiel Umsätze: Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen (der Verband vertritt rund 300 Mitgliedsfirmen zwischen Harrislee und Eckernförde) erwarten 2014 höhere Umsätze als 2013, nur 36 Prozent befürchten schrumpfende Umsätze. „Das sind in aller Regel keine hohen Zuwächse“, sagt Geyer. Insgesamt zeige das Umfrageergebnis, dass die Unternehmen 2014 das umsetzen konnten, was sie in den Jahren zuvor angeschoben haben: „Und es zeigt, dass wir nicht so anfällig sind für überregionale Turbulenzen“, sagt Geyer und ergänzt: „Es gibt sowohl eine Binnennachfrage als auch eine exportgetriebene Nachfrage.“

Stichwort Export: Trotz der Erwartung eines weggebrochenen Russlandgeschäfts habe man keinen negativen Einfluss feststellen können. In Zahlen sieht das so aus: Sieben Prozent der exportierenden Betriebe sehen mehr Ausfuhren, 79 Prozent keine Veränderung – und 14 Prozent erwarten weniger Auslandsgeschäft. „Es hat sich bestätigt, dass der Export sehr robust ist.“ Anstelle von Osteuropa seien die Exporte nach Asien und in die USA sehr stark.

Leicht abgeschwächt hat sich in diesem Herbst die Investitionsneigung der Unternehmen. Fabian Geyer hat jedenfalls „eine gewisse Zurückhaltung bei den Bestellungen“ festgestellt. Doch wenn im Frühjahr eine Investition geplant gewesen wäre, sei die auch realisiert worden. Insgesamt wollen 38 Prozent der Unternehmen mehr investieren, 43 Prozent aber weniger. „Wenn investiert wird, dann vor allem in Erneuerung“, sagt der Arbeitgebervertreter. Neue Ausstattungen oder modernisierte Maschinenparks – es werde ganz überwiegend in Erweiterung (16 Prozent) oder Erneuerung (79 Prozent) investiert – lediglich zu zwölf Prozent in Rationalisierung.

Auch in puncto Personal hat Geyer positive Signale in den Unternehmen ausgemacht. „Wir stehen kurz vor dem Winter, und 21 Prozent wollen mehr Personal einstellen“, sagt er. Rund zwei Drittel (65 Prozent) wollen ihre Belegschaftsstärke nicht verändern, und 14 Prozent der Betriebe verringern ihre Personalstärke. Teilweise geschehe dies aber saisonbedingt, so Geyer.

Noch klarer ist das Bild beim Thema Ausbildung: Hier will fast jedes dritte Unternehmen stärker ausbilden (32 Prozent), während nur 13 Prozent ihre Ausbildungsaktivitäten verringern. „Geyer: „Für Schüler, die auf den Arbeitsmarkt wollen, ist das positiv.“

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erstellt am 14.Nov.2014 | 11:40 Uhr

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