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Erfolgreiche Verhandlungen : Kompromiss für den „Prinzenpark“

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Prinzenpark-Investor Heiko Krug und die Stadt haben sich auf einen Kompromiss zur Umsetzung des Großprojekts verständigt. Neben Eigentumswohnungen sollen auch 26 günstige Mietwohnungen gebaut werden.

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erstellt am 30.Mai.2017 | 06:06 Uhr

Eckernförde | Das Projekt „Prinzenpark“ auf dem früheren Betriebsgelände der Baufirma Lohnert an der Borbyer Prinzenstraße ist weiter in der Spur. Investor Heiko Krug, Geschäftsführer des Büdelsdorfer Bauunternehmens Team Massivhaus GmbH, hat sich in einem Gespräch mit Bürgermeister Jörg Sibbel auf eine Umsetzung des Großprojekts verständigt. Das letzte Wort hat nun die Politik.

Dass der Investor nach wie vor zu diesem Großprojekt mit dem Bau von 130 Wohnungen und einem Verbrauchermarkt steht, ist angesichts der Vorgeschichte kein Selbstgänger. Der Bauausschuss hatte in seiner Sitzung am 23. März 2017 darauf gepocht, dass im „Prinzenpark“ nicht nur 130 frei finanzierte Eigentumswohnungen errichtet und verkauft werden sollen, sondern wegen der großen Nachfrage auch öffentlich geförderte Mietwohnungen (Sozialwohnungen) gebaut werden müssten. Eine Quote von mindestens 20 Prozent müsse der Investor dafür bereitstellen. Zudem war einigen Ausschussmitgliedern die Höhe der von Architekt Alexander Ullrich vorgestellten Planung mit drei- bis viergeschossigen Wohnhäusern plus Staffelgeschoss zu hoch. Auch der Planungs- und Gestaltungsbeirat, der das Gesamtprojekt insgesamt begrüßt, hatte hinsichtlich der Höhen und des Verdichtungsgrads noch Gesprächsbedarf.

Nach derzeitigem Stand sollen die 130 „Prinzenpark“-Wohnungen auf 12 Wohnhäuser verteilt werden. Es sollen überwiegend Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen ab 58 Quadratmeter Größe entstehen. Die Wohnungen, die alle per Fahrstuhl erreichbar sein sollen, verfügen nach Darstellung des Architekten alle über Balkone oder Terrassen.

Investor Heiko Krug bestätigte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, dass es zu einer Verständigung zwischen der Stadt und ihm gekommen sei, die nun den politischen Gremien vorgelegt werden soll. Auch der Planungs- und Gestaltungsbeirat solle sich noch einmal mit dem Thema beschäftigen.

Folgende zentrale Positionen seien zwischen den Verhandlungsführern abgestimmt worden:

>Der Investor verpflichtet sich gegenüber der Stadt, 26 der 130 Wohnungen im „Prinzenpark“ (20 Prozent) für 7,50 Euro pro Quadratmeter bei einer Mietpreisbindung von 15 Jahren zu vermieten.

> Der Investor verpflichtet sich, innerhalb der nächsten fünf Jahre mit dem Bau des Verbrauchermarkts an der Prinzenstraße zu beginnen. Zuvor sollen aus logistischen Gründen die Wohnhäuser errichtet werden, weil die Erschließung des Baugebiets direkt am geplanten Markt vorbeiführt. Bürgermeister Jörg Sibbel sieht in dem gefundenen Kompromiss die Wünsche der Stadt, der Politik und des Planungs- und Gestaltungsbeirats nach der Ausweisung günstigen Mietwohnraums, des Baus eines angemessen großen Verbrauchermarkts in Borby (kein Shop-in-Shop-Modell) sowie der Bauhöhen und Verdichtung berücksichtigt. Das Verhandlungsergebnis solle nun der Politik zur abschließenden Stellungnahme vorgelegt werden. Sollte diese positiv ausfallen, wird ein städtebaulicher Vertrag aufgesetzt und das Bebauungsplanverfahren angeschoben. Wenn alles reibungslos läuft, könnte in etwa einem Jahr mit dem Bau begonnen werden.

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