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Eckernförder Zeitung

14. Dezember 2017 | 09:42 Uhr

Kolumnen fürs Leben – Mut zu Neuem

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Meike Winnemuth gibt im ausverkauften Stadthallenrestaurant Einblicke in ihr Leben

shz.de von
erstellt am 20.Mär.2016 | 06:01 Uhr

Rechtzeitig vor Ostern liegt das neue Buch „Um es kurz zu machen“ von Meike Winnemuth in den Buchläden und wird so manches Osternest bereichern. Winnemuth zählt zu den bekanntesten deutschen Kolumnistinnen. Ihre kleinen Erlebnisgeschichten sind in renommierten Zeitschriften der unterschiedlichsten Art zu lesen. Die Buchhandlung am Gänsemarkt von Gerd Kieckbusch hatte anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums am Donnerstagabend zu einer Lesung mit Meike Winnemuth im Stadthallenrestaurant eingeladen. Das Interesse war derart groß, dass innerhalb kurzer Zeit die Veranstaltung komplett ausverkauft und der Raum bis auf den allerletzten Platz besetzt war.

Noch vor der Lesung stand die sympathische Autorin der Eckernförder Zeitung für ein ausführliches Interview zur Verfügung. Meike Winnemuth war bereits am Nachmittag in Eckernförde eingetroffen und hatte mit ihrem Hund Fiete einen ausgiebigen Strandspaziergang in der Sonne genießen können. Natürlich hatte sie diese entspannende Zeit gleich für das Verfassen einer neuen Kolumne für den „Stern“ genutzt und meinte: „Toll, dass es mit der heutigen Technik so einfach ist. Ich kann einfach meine Gedanken in das iPhone diktieren, welches dann mithilfe einer speziellen Software das Aufgesprochene in meinen Laptop überträgt.“ Sie berichtete weiter unter anderem von ihrem erheblichen Geldgewinn in „Wer wird Millionär“, der ihr für die nächsten Monate eine Sabbatzeit ermöglicht. Sie will dann einfach mal nichts schreiben und sehen, ob ihr das gelingt. Überhaupt ist Winnemuth ist jemand, der gerne ausprobiert, am liebsten vor allem, wie sie selbst sagte, „dummes Zeug“. Der New York Marathon gehörte genauso dazu wie ihr Vorhaben, ein Jahr lang nur ein blaues Kleid zu tragen. Natürlich besaß sie in der Zeit dieses Kleid aus hygienischen Gründen in dreifacher Ausfertigung. Seitdem prägt die Farbe Blau ihr gesamtes Bekleidungssortiment, und als gebürtige Neumünsteranerin stellte sie in diesem Zusammenhang fest: „Blau ist schließlich das Pink der Norddeutschen“. Stolz erzählte sie, dass sie sich im vergangenen Jahr ein kleines Häuschen mit Garten an der Ostseeküste gekauft hat und nun „alle möglichen Fehler beim Renovieren und bei der Gartenarbeit selbst machen will und deshalb auf Ratschläge keinen Wert legt.“

Auf die abschließende Frage, ob sie mit ihren Kolumnen etwas Bestimmtes im Blick habe, antwortete sie: „Ich freue mich, wenn ich damit Leuten den Mut gebe, in ihrem Leben etwas zu verändern oder es sich zu erlauben, eingefahrene Gleise zu verlassen und es anders zu machen. Meine Kolumnen beinhalten immer persönliche Erlebnisse. Wenn diese dann für die Leser als Anregung dienen, um so besser“.

Die anderthalbstündige Lesung war für alle Zuhörenden sehr amüsant und äußerst unterhaltsam. Die Kolumnen vom „Sekundenschaf“ (richtig - …. Schaf !), der „Kühlschrank cuisine“ (das sind Gerichte, die man vor der geöffneten Kühlschranktür isst), die Geschichte von der Unterarmbehaarung beim Mann oder „Das Loben der anderen“ brachten alle zum Schmunzeln und machten neugierig auf den weiteren Buchinhalt. Anschließend wurden Fragen aus dem Publikum beantwortet und so erfuhren die Gäste der Lesung auch, dass Meike Winnemuth noch so einiges auf ihrer Lebensliste eingetragen hat, so zum Beispiel eine Torte zu backen, auf Fingern pfeifen zu lernen und den Garten umzugraben.

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