Galerie 66 : Königsberg im Sitzen

Falko Windhaus zeigt ab morgen in der Galerie 66 Stühle in allen Ausprägungen, auch einen Stuhl, den er auf seiner Kaliningradreise in Polen erstanden hat.
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Falko Windhaus zeigt ab morgen in der Galerie 66 Stühle in allen Ausprägungen, auch einen Stuhl, den er auf seiner Kaliningradreise in Polen erstanden hat.

Vortrag über Kaliningrad in der Galerie 66: Falko Windhaus zeigt seine aktualisierte Ausstellung aus der Art Gallery von 2009.

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07. Februar 2018, 05:46 Uhr

Eckernförde | In der Galerie 66 am Baltic Sea International Campus (BSIC) dreht sich am 8. Februar alles um die Stadt Königsberg. Dann nämlich hält Prof. Dr. Ludwig Steindorff vom Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ab 19 Uhr auf Einladung der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft einen Vortrag mit dem Titel „Königsberg – Kaliningrad: Eine Stadt mit zweifachem Erbe“. Und Falko Windhaus zeigt eine aktualisierte Ausstellung, die er vor neun Jahren schon einmal in der russischen Stadt präsentiert hat.

Als der Kurator der Galerie 66 hörte, dass es am 8. Februar in dem Vortrag um Kaliningrad geht, musste er sofort an seine Ausstellung denken. Im Jahr nach der Neugründung der Galerie am BSIC hatte Falko Windhaus Künstlerbesuch aus Kaliningrad, es folgte eine Gegeneinladung, zu der der Eckernförder 13 Stühle mitnahm und sie unter der Überschrift „13 Chairs“ in der „Art Gallery Kaliningrad“ in Szene setzte – in Kombination mit eigenen Bildern. Die Ausstellung wurde ein Erfolg und erlangte damals viel Aufmerksamkeit in den Medien. Falko Windhaus erinnert sich aber auch an ein Problem bei der Einreise, da auf den Dokumenten für die Stühle ein Stempel fehlte. Doch schließlich mischte sich die Galerie ein und klärte alle Unstimmigkeiten. Gefahren wurden Falko Windhaus und seine Stühle übrigens von Christian Köhn von Nord-Ostsee Automobile.

„Stühle haben mich schon immer fasziniert“, erklärt Falko Windhaus. Angefangen beim Stammesältesten, der nicht mehr mit dem Speer dem Wild hinterherjagen muss, sondern auf einem Stuhl sitzend über Wohl und Wehe der Sippe nachdenken kann, bis hin zum königlichen Herrscher auf seinem reich verzierten Thron. „Dabei hat sich am Möbelstück in seiner Grundform nichts verändert“, sagt der 63-Jährige.

Die Stühle in seiner Ausstellung stehen sich gegenüber, kommunizieren miteinander. Seine Bilder zeigen den Stuhl in seiner einfachen Form im szenischen Kontext, erzählen Geschichten.

Die Ausstellung mit den Kaliningrader Stühlen wird in ihrer aktualisierten Form bis Mitte März donnerstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr zu sehen sein.

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Der Eintritt zum Vortrag am 8. Februar um 19 Uhr ist für Mitglieder der Universitätsgesellschaft sowie für Studenten und Schüler frei. Nichtmitglieder zahlen 3,50 Euro. Weitere Auskünfte erteilt das BSIC-Büro unter Tel. 04351-5000.

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