zur Navigation springen

sh:z gegen NDR : Kochduell: Kalb gewinnt vor Kohl

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der sh:z-Chefredakteur gewinnt beim zweiten Kochduell um eine Messerspitze gegen NDR-Moderator Jan Malte Andresen. 200 Euro „Topfgeld“ kamen am Ende des Abends für den guten Zweck zusammen.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2015 | 06:06 Uhr

Es war ein Wettstreit zwischen dem „öffentlich-rechtlichen Volksgenossen“ und der „Knoblauchpresse“: Beim zweiten Kochduell der Eckernförder Zeitung und Küchenmeister Michael Stöcken traten am Donnerstagabend NDR-2-Moderator Jan Malte Andresen und sh:z-Chefredakteur Stefan Hans Kläsener gegeneinander an. Die Aufgabe lautete, Vorspeise, zwei Hauptgerichte und Nachspeise für 27 Gäste in der Siegfried-Werft zu kochen. Unter die Arme griffen ihnen dabei Küchenmeister Michael Stöcken vom Fischerhaus in Schuby-Strand und Siegfried-Werft-Koch Frederik Kottek.

Die Stimmung in der Küche: heiter mit humorigen Nadelstichen. Schon bei der Zubereitung der Vorspeise warf Stefan Hans Kläsener beim Blick in den Kochtopf des Kollegen ein: „Die öffentlich-rechtlichen Zutaten funktionieren doch nicht richtig.“ Tatsächlich fand die Kokossuppe mit Garnelen bei der Jury sofort begeisterte Anhänger. Jan Malte Andresen blieb seinem Kontrahenten nichts schuldig: „Nachtisch kann ja jeder“, meinte er lapidar, als der sh:z-Chefredakteur von der „Knoblauchpresse“ sein Tiramisu ansetzte.

Eine Geheimwaffe setzten beide ein: Stefan Kläsener hatte ein unbekanntes Gewürz aus Israel dabei, das seiner Saltimbocca – Kalbsschnitzel mit Schinken und Salbei – den rechten Pfiff gab. „Spring ins Maul“ gab er seiner Kreation den fast wörtlich übersetzten Namen. Und Jan Malte Andresen überholte beim Kleinschneiden der Zutaten seinen Gegner, indem er seinen „Nicer Dicer plus“ herausholte, ein Gerät zum Zerstückeln der Zutaten, das er beim Homeshopping erworben hat. „Spät abends sieht man sich im Fernsehen entweder Sexy Clips oder Homeshopping an“, erklärte er. Für ihn komme mittlerweile nur noch eines in Frage. „Man wird ja auch älter.“ Seine Kohlrouladen mit asiatischen Gewürzen und dem Namen „Dithmarscher Chinaböller“ bildeten den zweiten Hauptgang.

Von 16 bis knapp 22 Uhr fanden die Köche keine Pause. Sechs Stunden Stehen, sechs Stunden Schneiden, Kochen, Anrichten – „Wahnsinn, wie Ihr es schafft, zu zweit an einem Abend 100 Menschen zu bekochen, und dann auch noch mit unterschiedlichen Gerichten“, zollte Stefan Hans Kläsener den Köchen Respekt.

Am Ende hing alles an der Jury, den 27 Gästen, die jeden Gang einzeln bewerteten, ohne zu wissen, wer für welches Gericht verantwortlich war. Asiatisch contra Italienisch, wer hatte die Nase vorn? Denkbar knapp gewannen Stefan Hans Kläsener und Frederik Kottek mit Saltimbocca und Tiramisu. „Es gibt halt Menschen in Schleswig-Holstein, die für asiatische Genüsse noch nicht offen sind“, frotzelte Jan Malte Andresen.

Von dem Duell in der Küche hatten die Gäste nichts mitbekommen, dafür das Menü und die Spannung genossen, wer am Ende die Nase vorn hatte. Am Ende sammelten die beiden Medienköche noch ein „Topfgeld“ als Spende für soziale Zwecke: Jeweils 150 Euro kamen zusammen. Beide rundeten die Summe auf 200 Euro auf.

Das verbale Duell mit kulinarischen Schweißtropfen blieb nicht in der Küche: Zwei Stunden lang wurde es auf den Internetseiten von sh:z und NDR im Livestream übertragen. Zu sehen unter ndr.de/welle-nord.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen