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2. Golf-Bundesliga : Kobarg: „Aufstieg ja, aber erst 2015“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Chris Kobarg spielte am Sonntag ihre persönlich beste Runde auf dem Platz in Altenhof. Die Führungsspielerin des GCA spricht im EZ-Interview über die Saisonziele. Für einige überraschend ist der Aufstieg in diesem Jahr gar nicht angepeilt.

Chris Kobarg, Ihnen gelang am Sonntag auf dem heimischen Golfplatz in Altenhof zum Saisonauftakt eine 70 im Einzel. Kein Bogey, dafür zwei Birdies – viel besser geht es nicht, oder?

Chris Kobarg: Es gehört halt auch Glück dazu, mal einen solchen Tag zu erwischen. Mir hat das Training mit unserem Coach Yannick Oelke viel gebracht. Besonders die Drives und die Puts standen im Fokus. Natürlich war es schön, so eine Runde zu spielen, da wir alle ja doch unter Druck standen.

Ist es also nicht unbedingt ein Vorteil zum Saisonstart auf dem eigenen Platz anzutreten?

Kobarg: Naja, es gab natürlich schon viele Clubmitglieder, die einem vorher gesagt haben: ‚Mensch, da könnt ihr ja gleich im Heimspiel mal richtig vorlegen!‘ Aber man muss halt bedenken, dass unsere Mannschaft zum Großteil noch aus jungen Spielerinnen besteht. Die machen sich dann selber viel Druck. Aber diesmal hat es ja gepasst.

Nochmal zu Ihrer Runde im Einzel: 70 Schläge sind persönlicher Rekord, aber es wurde auch darüber diskutiert, ob es sich um einen historischen Platzrekord im GC Altenhof handelt. Haben Sie da schon etwas gehört?

Kobarg: Nein, ich hatte am Sonntag gar nicht mehr nachgefragt, weil es abends dann auch etwas stressig für alle war. Aber ich werde mich nochmal umhören.

Platz eins nach dem ersten Spieltag. Ist damit der schwerste Schritt zum angepeilten Aufstieg in die 1. Bundesliga getan?

Kobarg: Also innerhalb der Mannschaft ist der Aufstieg in diesem Jahr noch gar nicht das Ziel. Ich denke, wir haben ein noch zu junges Team, und wären in der Breite noch nicht gut genug aufgestellt für die 1. Bundesliga.

Aber schon in der vergangenen Saison ist die Damen-Mannschaft als Zweiter ja nur knapp am Aufstieg gescheitert. Meinen Sie wirklich, dass die Qualität nicht ausreicht?

Kobarg: Um eines festzuhalten: Es ist mein größter Traum in die 1. Bundesliga aufzusteigen – nur eben noch nicht in diesem Jahr. Der Abstand auf Platz eins war in der vergangenen Saison enorm. Es bringt ja nichts, wenn man hoch geht und direkt wieder absteigt. Das ist auch für die Entwicklung der jungen Spielerinnen nicht förderlich. Zumal das Niveau in der 1. Liga nochmal ein ganz anderes ist. Deshalb haben wir uns im Team vorgenommen, eine richtig geile Saison zu spielen und vorne dabei zu sein.

Kam der Erfolg am 1. Spieltag der neuen Saison am Sonntag für Sie denn überraschend?

Kobarg: Nein, aber an fünf Spieltagen in Folge vorne zu liegen – das ist nochmal etwas ganz anderes. Der Beruf geht nun einmal vor, und insofern wird es Spieltage geben, an denen wir nicht Topbesetzung antreten. Die jungen Spielerinnen, die dann nachrücken, haben eben noch nicht die Erfahrung und das Handicap, um den Druck in der 1. Bundesliga ausgesetzt zu sein.

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erstellt am 22.Mai.2014 | 06:00 Uhr

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