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148 000 Euro : Knappe Mehrheit für Klosanierung in Edelstahl

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Eckernförder Bauausschuss hat am Montagabend mit 5:4 Stimmen empfohlen, die beiden Klohäuser in der Innenstadt vandalismussicher in Edelstahl zu sanieren. Die CDU votierte für dioe günstigere Standardlösung in Porzellan.

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erstellt am 07.Mai.2014 | 06:36 Uhr

Eckernförde | Sie drohten schon wieder aufzuflammen, die sticheligen, kleinen Fragen zu detaillierten Ausführungsvarianten zwei öffentlicher Klosetthäuser am Rathausmarkt und in der Kieler Straße. Genau diese erneute toilettenpolitische Debatte aber wollte Bauausschussvorsitzender Matthias Huber (Bürger-Forum) mit aller Macht verhindern und drängte mehrfach auf eine schnelle Entscheidung in dieser zwar wichtigen, gleichwohl aber nicht elementaren Frage der Stadtentwicklung. Und so bremste er im Verbund mit Bürgermeister Jörg Sibbel aufkeimende Diskutierfreude und ließ schließlich doch noch relativ zügig über zwei Ausführungsvarianten der Klo-Erneuerung abstimmen. Ergebnis: die Mehrheit sprach sich mit 5:4 Stimmen bei zwei Enthaltungen für eine Klo-Sanierung in vandalismussicherer Edelstahlvariante aus. Die CDU wollte es schlichter (und günstiger) mit Porzellanbesatz und votierte geschlossen für Variante A. Der von Sören Vollert (Die Grünen) eingebrachte Änderungsantrag fand keine Mehrheit – er wollte aus Kostengründen zunächst nur die Toilettenanlage im Torbogen zwischen Rathausmarkt und Kirchplatz sanieren, diese testen und sich mit den gewonnenen Erfahrungen an die Sanierung von WC-Haus Nr. 2 in der Kieler Straße machen. Zu kompliziert, meinte Jochen Hillers (CDU), und auch die SPD und SSW sprachen sich für eine gleichzeitige Sanierung aus. Diese kostet nun in der Variante Edelstahl 148000 Euro – in der Standardausführung lägen die Gesamtkosten „nur“ bei 120 000 Euro. Grundlage der Entscheidung war ein Antrag der CDU, die 100 000 Euro für die Sanierung der maroden öffentlichen WCs bereitstellen wollte. Die Verwaltung hatte daraufhin die Kosten in zwei Varianten zusammengestellt.

Der CDU gefiel der „Autobahncharme“ von Kloschüsseln und Urinalen aus Edelstahl nicht, zudem sei die Pflege deutlich aufwändiger. „Mit so einem WC heißt man die Leute nicht willkommen, außerdem ist Vandalismus kein Thema“, merkte Katharina Heldt (CDU) an. „Gerade für Frauen ist es nicht schön, Edelstahltoiletten benutzen zu müssen“. Auf Nachfrage von Frauke Piechatzek (SPD) erklärte die Verwaltung, dass es keine Erfahrungswerte mit dem ebenfalls in Edelstahl ausgeführten WC-Häuschen neben der Skateranlage im Schulweg gebe – was Jürgen Neumann (SPD) verwundert zur Kenntnis nahm: Die sei schon seit acht Jahren, und dann keine Erfahrungswerte? Neumann kritisierte, dass die Verwaltung seine schriftliche Anfrage zum Kostenvergleich der beiden Varianten noch nicht beantwortet habe. Für eine Entscheidung über 100 000 Euro brauche er schon mehr Informationen.

 

 

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