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Investitionen : Knapp acht Millionen für die Schulen

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Stadt Eckernförde investiert weiter kräftig in die Schulen. Bis 2016 werden die Bildungsstätten mit knapp acht Millionen Euro aufgewertet. Auf der anderen Seite hat die Stadt einen weiteren Schülerrückgang zu beklagen.

Anders als in vielen anderen Städten mit maroder öffentlicher Infrastruktur investiert Eckernförde kräftig in die Schulen. In diesem Jahr waren es 2,4 Millionen Euro, im nächsten Jahr kommen weitere 2,1 Millionen Euro dazu und 2016 steht mit 3,3 Millionen Euro ein weiteres hohes Investitionsvolumen in den Büchern. Zusammengerechnet rund 7,8 Millionen Euro in drei Jahren. Triebfeder der Zukunftsinvestitionen ist dabei der 2011 verabschiedete Schulentwicklungsplan, in dem sich auch der demografische Wandel widerspiegelt.

Bürgermeister Jörg Sibbel berichtete am Mittwochabend im Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport ausführlich über die Baumaßnahmen und Schülerzahlen. Allein in die stark sanierungsbedürftige Fritz-Reuter-Schule, die nach dem Aus für die Regionalschule in vier Jahren eine reine Grundschule sein wird, werden von 2014 bis 2017 für die Mensa und Fassadensanierung 2,3 Millionen Euro investiert. Hoch sind die Investitionen auch ins Schulzentrum Süd für die Jungmannschule und Peter-Ustinov-Schule, deren Lüftungsanlagen, Fachräume, Treppenhausfassaden, Sporthalllen, Duschen und WCs bis 2016 für rund 2,8 Millionen Euro erneuert und saniert werden. Und an der Grund- und Gemeinschaftsschule Nord am Pferdemarkt werden von 2014 bis 2016 in drei Bauabschnitten rund 1,6 Millionen Euro für den Bau eines naturwissenschaftlichen Zentrums, neue Kunst- und Werkräume sowie die Instandsetzung von 26 Klassen eingesetzt.


Klemm-Prognosen besteht Realitätstest


 

Der Bürgermeister nahm zudem einen Abgleich zwischen den von Prof. Klaus Klemm prognostizierten und den realen Schülerzahlen vor. Demnach hätten sich die Zahlen der im Schuljahr 2014/15 an den Grundschulen sowie in den 5. Klassen des Jungmann-Gymnasiums aufgenommener Schüler exakt so entwickelt wie Klemm vorausgesagt hat: In die 1. Klassen wurden 178 Abc-Schützen eingeschult (Prognose Klemm: 172), 5. Klasse Jungmannschule 102 (102). Die Zahl der Fünftklässler im nicht-gymnasialen Bereich hinkt hingegen deutlich hinter dem Klemm-Gutachten zurück: 189 Schüler stehen 243 vorausgesagten gegenüber. Ein Grund für den deutlichen Unterschied dürfte die nicht wieder besetzte 5. Klasse der Fritz-Reuter-Schule sein.


Schülerzahl sinkt um 101 Schüler auf 3469


 

Die Gesamtschülerzahl in Eckernförde ist insgesamt leicht rückläufig. Zum Stichtag 30. September 2014 besuchten 3469 Schüler die städtischen Schulen – ein Minus von 101 Schülern gegenüber dem Vorjahr (minus 2,83 Prozent). Davon kommen 1951 Schüler aus Eckernförde (- 27 oder 1,37 Prozent), die Zahl der auswärtigen Schüler sank um 74 auf 1518 (- 4,65 Prozent). In der Primarstufe ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg der Schülerzahlen von 685 auf 703 Kinder (+ 2,63 Prozent) zu beobachten. In der Sekundarstufe I setzte sich der Trend sinkender Schülerzahlen fort: minus 115 auf 2209 (- 4,95 Prozent). Die Schülerzahl in der Sekundarstufe II blieb mit 557 nahezu konstant (- 0,7 Prozent)

Gut angenommen werden die Festen Grundschulzeiten. 257 Kinder waren angemeldet (Vorjahr 227). 177 Eltern zahlen die volle Gebühr in Höhe von 50 Euro pro Monat für die um sieben Stunden pro Woche verlängerten Betreuungszeiten. 56 Kinder waren für die in den Herbstferien erstmal angebotene Ferienbetreuung für fünf Euro pro Tag angemeldet (montags bis freitags 7 bis 16 Uhr). Durchschnittlich zehn Kinder blieben bis 16 Uhr, die Zahl der betreuten Kinder variierte von 23 bis 33 pro Tag.

 

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erstellt am 14.Nov.2014 | 06:13 Uhr

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