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Kleingärtner : Kleingärtner im Frühlingsrausch

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Pächter nutzen sommerliches Wetter für Frühjahrsputz im Garten / Neue Mitglieder jederzeit willkommen

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2017 | 08:07 Uhr

Sommerliche Temperaturen, strahlender Sonnenschein und ein verlängertes Wochenende lockten in den letzten Tagen zahlreiche Pächter in die Kolonien des Kleingärtnervereins. Auch wenn nach wie vor 10 bis 12 Prozent der Gärten frei sind, freue man sich allgemein über ein reges Vereinsleben, so der Vorsitzende Hermann Brütt.

„Sorgen macht mir lediglich die Kontinuität der jungen Pächter“, sagte er. In diesem Bereich gebe es aktuell eine hohe Fluktuation. „Oftmals wird bei der Freude am Grillen die Gartenarbeit völlig vergessen“, bedauerte er. Der Verein sei zwar im Umgang mit den Regularien der Satzung verhältnismäßig moderat, allerdings müsse man sich an einige grundlegende Vorgaben halten. „Wir laufen ansonsten Gefahr, unseren Status der kleingärtnerischen Gemeinnützigkeit zu verlieren“, so Hermann Brütt. Nicht der Vorstand, sondern das Bundeskleingartengesetz mache diese Vorgaben. Wichtig sei neben der Bekämpfung des Wildwuchses vor allem auch die Auflockerung des Bodens, damit das Gemüse aus Eigenanbau gut gedeiht.

Wer Zeit und Engagement mitbringt, ist willkommen. Der Verein hat 14 Kolonien, die sich über das Stadtgebiet verteilen, 800 Gärten und 620 Mitglieder. Der finanzielle Aufwand sei sehr gering, sagte der Vorsitzende. Neben 30 Euro für die Mitgliedschaft im Kleingärtnerverein und dem Wassergeld, das jährlich pro Pächter ungefähr im Bereich von 10 bis 20 Euro liegt, fallen im Jahr lediglich 10 Cent pro gepachtetem Quadratmeter an. „Wenn jemand zwei Parzellen bewirtschaftet, muss die Mitgliedschaftsgebühr selbstverständlich nur einmal gezahlt werden“, betonte Hermann Brütt.

Von ihm haben auch Olaf Wietfeldt (48) und seine Freundin Daniela Viehmann (45) ihren Garten in der Kolonie Sauerstraße vor zwei Jahren übernommen. „Wir haben die Anlage komplett umstrukturiert“, erzählte Olaf Wietfeldt, der schon viel Freizeit in die Gestaltung investiert hat. Das hat sich inzwischen allerdings ausgezahlt – 50 Prozent seines Eigenbedarfs kann das Paar durch das Obst und Gemüse im eigenen Garten decken.

Das Wochenende nutzte Olaf Wietfeldt gemeinsam mit seinem Freund Lutz Sprenger (54) für umfangreiche Umbauarbeiten an einem Schuppen. Das Dach, das vorher zu wenig Gefälle hatte, musste vollständig erneuert werden. Tobias Merkatz (37), der selbst Pächter in der angrenzenden Otte-Kolonie ist, eilte tatkräftig mit einer Kettensäge zur Hilfe. Es gebe immer etwas zu tun, verriet Olaf Wietfeldt, der in seinem Gewächshaus neben Tomaten und Landgurken auch Paprika und Peperoni anbaut.

Seine Freundin und er haben sich bewusst für die Kolonie an der Sauerstraße entschieden. „Andere Anlagen waren uns zu groß. Diese Kolonie hat nur 14 Parzellen und ist überschaubar“, sagte er.


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