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Größter Maibaum steht in Dörphof : Kleines Dorf mit großem Maibaum

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Landjugend Schwansen stellt großen Maibaum in Dörpshof auf / Kranz nach alter Sitte gebunden / Anschließendes Grillfest

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2017 | 05:25 Uhr

Dörphof | Trotz des steifen Frühlingswindes wurde von der Landjugend Schwansen auch dieses Jahr am 1. Mai in Dörphof-Schuby, auf dem Hof Joost, der größte Maibaum Schleswig-Holsteins aufgestellt.

Die Vorsitzende der Landjugend, Johanna Wieck, freute sich sehr, den größten Maibaum in einem so kleinen Ort aufzustellen. „Ich bin stolz darüber, dass man ihn bis Winnemark sehen kann“, so Wieck. „Wir bekamen diesen 16 Meter hohen Baum aus Kiel“, berichtete sie. Der Vorsitzende Christian Schneider fügte hinzu, dass der Baum von der Landjugend abgeschliffen und lasiert wurde.

Jacqueline Weick, Mitglied der Landjugend Schwansen, erzählte voller Überzeugung, dass der Maibaum in Schuby nicht nur der größte sei, sondern auch den schönsten Kranz habe. „Wir haben den Kranz mit drei Metern Durchmesser nach alter Sitte selbst gebunden und mit Bändern geschmückt“, so Jacqueline.

Johanna Wieck freute sich, dass bislang das Wetter immer mitgespielt hat und der Maibaum hier noch nie umgefallen ist. „Mit dem Wetter hatten wir immer Glück, aber ganz ohne Probleme ist das Maibaumaufstellen bei uns auch nicht immer gelaufen. „Letztes Jahr hatten wir schon einen Schock-Moment“, berichtete sie, „der Baum stand fast und plötzlich sah alles danach aus, als würde er gleich umfallen. Der Wind hat sich aber gedreht und es ist doch noch alles gut gegangen.“

Die beiden Vorsitzenden lobten die wunderbare Unterstützung der Familie Joost, auf dessen Gelände der Baum aufgestellt wurde. Laut Jens Joost hat sich das einfach so ergeben. „Unsere Kinder waren damals auch in der Landjugend, als die Tradition des Maibaumaufstellens hier begann“, so Joost. „Wir liegen schön zentral und haben viel Platz , den braucht man für so eine Aktion. Schuby hat eine außergewöhnliche Dorfgemeinschaft und wir wollen alle daran festhalten. Das unterstützt man selbstverständlich“, erzählt der Hofbesitzer weiter. Dass es sich um eine eingeschweißte Dorfgemeinschaft handelt, konnte man an der Zahl derer messen, die zum Maibaumaufstellen vorbei gekommen waren. Schon im letzten Jahr waren es circa 180 bis 200 Besucher. Das war gestern nicht weniger geworden.

Geklaut wurde der nach alter Tradition aufgestellte Maibaum hier noch nie. „Den kriegt man einfach nicht weg. Er wiegt doch mehr als eine Tonne“, scherzt Christian Schneider. Und außerdem würde man es nicht übersehen, wenn das Ding durchs Dorf gefahren werden würde.

Trotzdem ist das Maibaumaufstellen in Schuby nicht immer so glimpflich gelaufen“, fügte Christian Schneider humorvoll zu. „Wir hoffen, dass die Bänder diesmal fest bleiben. Letztes Jahr sind sie aufgegangen. Dann haben wir sie zusammengesammelt und mussten noch mal hoch, um sie wieder fest zu binden. Diesmal sitzen die Bänder aber fest.“

Nachdem der Baum sicher stand und deren Bänder in den Farben Schleswig-Holsteins in der Frühlingsbrise wehten, wurde noch gemeinsam gegrillt und gefeiert.

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