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Weltkindertag : Kleine Taten für große Veränderungen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Über 500 Kinder haben sich gestern am Markt der Möglichkeiten beim Weltkindertag auf dem Rathausmarkt beteiligt. Alle städtischen Schulen und weitere Einrichtungen waren dabei. Der erwartete Spendenbetrag für Kinder in Syrien lag bei 1000 bis 1200 Euro.

shz.de von
erstellt am 20.Sep.2013 | 05:54 Uhr

Immer wieder war es zu hören: „Wir sammeln für Kinder, denen es nicht so gut geht wie uns.“ Über 500 junge Menschen haben sich gestern Nachmittag beim Weltkindertag auf dem Rathausmarkt engagiert und mit Spielen und dem Verkauf von Selbstgemachtem Geld für Kinder im Krisengebiet in Syrien gesammelt. „Es müssen 650 bis 700 Kinder sein, die sich heute hier engagieren“, sagte Ingrid Miertsch von der Eckernförder Unicef-Gruppe, die den „Markt der Möglichkeiten“ beim Weltkindertag zum mittlerweile 23. Mal in Folge organisiert hatte. Denn neben 20 Klassen aus allen städtischen Schulen haben sich auch die Jugend- Kultur- und Medienwerkstatt Das Haus, der Karatverein Fuji-Yama, das Heilpädagogium und die Kiddy-Tanz-Mädels beteiligt. Zum ersten Mal dabei war auch Anke Häußler vom Kunst- und Kulturverein, die Kinder porträtierte und die Bilder zugunsten Unicefs verkaufte.

Bürgermeister Jörg Sibbel begrüßte alle Teilnehmer auf dem städtischen Platz und lobte das Engagement der jungen Menschen, das in diesem Jahr unter dem Motto „Chancen für Kinder“ steht. Damit ist das Recht auf gleiche Chancen im Bildungssystem gemeint, doch die Einnahmen aus dem Kindertag sollten diesmal – wie schon im vergangenen Jahr – für Kinder in Syrien eingesetzt werden, die entweder als Waisen oder mit ihren Familien in Auffanglagern leben. Nach Beobachtungen von Unicef ist jeder zweite der 1,9 Millionen Bürgerkriegs-Flüchtlinge ein Kind.„Da geht es erst einmal um das Grundsätzliche“, erklärte Ingrid Miertsch. „Zum Beispiel sauberes Wasser und medizinische Versorgung.“ Für zehn Euro zum Beispiel könnten schon 2000 Wasserreinigungstabletten für Familien angeschafft werden. Ingrid Miertsch war sich bei ihrer Ansprache sicher: „Viele kleine Leute, die an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“

Deshalb waren die Kinder mit Herzblut bei der Sache. Ob beim Fußballparcours, Erbsenschlagen oder Dosenwerfen. am Glücksrad, oder beim Teebeutelweitwurf: Für jede Spielteilnahme gab es eine kleine Spende. Zehn Cent zum Beispiel kostete es, wenn man Torben Engel und seinen Klassenkameraden von der Peter-Ustinov-Schule mit einem nassen Schwamm ins Gesicht werfen wollte. Zwei Euro musste man für die Blumensträuße bezahlen, die die Schülervertretung der Jungmannschule anbot – gebunden aus Spenden der umliegenden Gärtnereien. Und für 50 Cent bekam man ein selbstgemachtes Lesezeichen der Grund- und Gemeinschaftsschule.

Während es in der Bürgerhalle des RathausesKaffee und Kuchen gab, zeigten die Jugendlichen auf der Bühne ein abwechslungsreiches Programm: Der Karateverein Fuji-Yama gab Einblicke in sein Trainingsprogramm, die Klasse 6a der Peter-Ustinov-Schule führte Sketche auf, während die Klasse 7a Lieder zum Besten gab und die Kiddy-Tanz-Mädels von Nicole Beuler über die Bühne schwebten. Eine Karten- und Fotoausstellung von Unicef-Aktionen in Eckernförde des laufenden Jahres ist noch einige Wochen lang in den Rathausvitrinen zu sehen.

Wieviel Geld am Ende für die Kinder im syrischen Krisengebiet zusammengekommen ist, stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest. Im Durchschnitt kamen in den vergangenen Jahren stets zwischen 1000 und 1200 Euro zusammen.

 

 

 

 

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