Zwillingsgeburt : Kleine Sensation auf Hof Eekbarg

Die Zwillinge Lykke und Lahja sind wohlauf. Stute Lea ist bei der Aufzucht ihres Nachwuchses sehr geduldig.
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Die Zwillinge Lykke und Lahja sind wohlauf. Stute Lea ist bei der Aufzucht ihres Nachwuchses sehr geduldig.

Fjordstute Lea bringt mit Lykke und Lahja auf dem Gestüt in Neu Duvenstedt zwei gesunde Zwillingsfohlen zur Welt

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29. Mai 2015, 06:23 Uhr

Neu Duvenstedt | „Da kommt noch eins“ – Jürgen Hennig konnte die Hufe des zweiten Fohlens ganz deutlich fühlen. Innerhalb von nur zehn Minuten gebar Fjordstute Lea zwei putzmuntere Fohlen, das war vor fünf Tagen. „Eine absolute Seltenheit“, sagt Bärbel Hennig vom Hof Eekbarg, für die die Zwillingsgeburt ihrer 17 Jahre alten Stute ganz überraschend kam. In Pferdefachkreisen gelten Zwillingsgeburten als große Seltenheit. In den meisten Fällen stirbt mindestens eins, weil es sich nicht ordentlich entwickelt. In vielen Fällen könne die Stute beide Fohlen gar nicht versorgen oder sie verstoße sogar den Nachwuchs.

„Der Bauch von Lea war zwar kugelrund, aber sie ist auch sehr kräftig“, sagt die Züchterin. Nach 18 Tage nach der Deckung durch den Elite-Zuchthengst Thor aus Neuberend, habe man einen Ultraschall machen lassen. Der Arzt hätte nur ein Ei sehen können, auch sei nicht ganz klar zu erkennen gewesen, ob es von der Gebärmutter aufgenommen wurde. Auf eine weitere Untersuchung habe man dann aber verzichtet. „Die Stute war nicht rossig“, sagt Bärbel Henning. Also ging sie davon aus, dass die Schwangerschaft problemlos verlaufe. Zwei Tage sei sie sogar über den errechneten Termin gewesen. Als sich die Geburt dann anbahnte, blieb Lea nachts im Stall. Regelmäßig schauten die Hennings nach ihr. Als das erste Fohlen dann kam, fiel allein gleich auf, wie klein es war. Jürgen Henning ertastete schließlich das zweite. „Wir haben dann sofort den Tierarzt, Dr. Thomas Roth aus Owschlag, gerufen“, sagt Tochter Svenja Hennig. Als er in Neu Duvenstedt eintraf, war aber das zweite Fohlen bereits da. „So zwei vitale Zwillingsfohlen habe ich sehr sehr lange nicht gesehen“, sagte Dr. Thomas Roth auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung über seine beiden jüngsten Patientinnen. Er sei daher auch zuversichtlich, dass sie jetzt aus dem Gröbsten raus seien. Gewogen und gemessen wurde die Fohlen nicht. „Ich schätze sie auf knapp 30 Kilogramm“, sagt Bärbels Tochter Birte. Sie konnte sie schließlich auf den Arm nehmen, das sei bei Einlingsgeburten nicht immer der Fall.

Zwei besondere Fohlen haben auch besondere Namen: Lykke, das heißt Glück, und Lahja (Geschenk) vom Eekbarg heißen die beiden Jungtiere. Bis sie in der Herde der anderen Fjordpferde mitlaufen können, wird es aber noch einige Zeit dauern. Lykke und Lahka seien einfach zu klein im Vergleichen mit den anderen Tieren. Selbst das Fohlen Cavaro, das zwei Wochen zuvor geboren wurde, ist fast doppelt so schwer wie die Zwillinge und um einiges größer. „Lea wird nicht auf beide Fohlen aufpassen können“, sagt Bärbel Hennig. Daher läuft das Trio auf einer abgetrennten Weide. Nachts kommen sie in den Stall. „Die Wolfsichtung in Gettorf hat uns sehr beunruhigt“, sagt Bärbel Hennig.

Geburten sind auf Hof Eekbarg keine Seltenheit. Etwa zwei bis viermal pro Jahr erblicken Fohlen hier inmitten der Hüttener Berge das Licht der Welt. Stute Lea wurde selbst vor 17 Jahren auf dem Hof Eekbarg geboren.

25 Pferde fühlen sich hier wohl, der größte Teil sind Fjordpferde, dazu einige Kaltblüter. „Unser Hengst Caron wurde gekört, den konnten wir dann nach Norwegen, in sein Heimatland verkaufen“, berichtete die Besitzerin nicht ohne Stolz. 

>Hof Eekbarg, Familie Hennig, Bornbarg 7, 24791 Neu-Duvenstedt, Telefon 04338-649;

www.hof-eekbarg.de




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