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Vorhang auf : Kleine Schauspieler überzeugen mit perfekter Mimik

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Theater-AG der Claus-Rixen-Schule präsentiert ihr neues Stück „Der Wunderschwan“

Altenholz | Vorhang auf und Bühne frei hieß es am Montagnachmittag zum zehnten Mal: Die Theater-AG der Claus-Rixen-Schule präsentierte im großen Saal des Gemeindezentrums ihr neues Stück „Der Wunderschwan“ in Anlehnung an „Die goldene Gans“ der Gebrüder Grimm. „Das war aber nur die Grundidee. Wir müssen Stücke immer so bearbeiten, dass alle Kinder eine Rolle abbekommen, was nicht immer einfach ist“, sagte Helga Jansen, die ehrenamtlich die Theater-AG unterstützt.

Worum geht es in dem Stück? Um den Müllergesellen Hans (Jorris), der sein letztes Hab und Gut einer alten Frau (Nike) überlässt, um eine immer traurige Prinzessin (Stella), deren Mutter seit Jahren verschwunden ist, um einen König (Mattes), der seine Tochter endlich lachen sehen will, und um den Wunderschwan, den Hans von der alten Frau im Wald bekam und an dem jeder festklebt, so Hans es will. Und um das wiedergefundene Lachen der Prinzessin, als sie Hans mit der an der Gans klebenden Menschenkette sieht, woraufhin Hans die Prinzessin bekommt, der König abdankt und Hans zum Nachfolger macht. Und auch die verwunschene Königin tauchte wieder auf, es war – wie sollte es anders sein – die alte Frau aus dem Wald.

Zusammen mit Lehrerin Gerlinde Freyer hatte Helga Jansen – die beiden führten auch Regie, hatten das Bühnenbild gestaltet und waren auch an der Kostümierung maßgeblich beteiligt – mit 21 Schülern der dritten und vierten Klassen seit kurz nach den Sommerferien im vergangenen Jahr geprobt. Eine Arbeit, die sich gelohnt hatte. Ob Mattes als König lange Monologe hielt, zusammen mit Niklas als „Baron Fresssack von Kugelbauch“ im Dialog war, ob die beiden Polizisten (Frederik und Felix) überlegten, ob diese Menschenkette an der Gans nun Erregung öffentlichen Ärgernisses ist oder doch eher Freiheitsberaubung – alle kleinen Schauspieler überzeugten nicht nur durch zum Teil nahezu perfekte Gestik und Mimik, auch Hänger oder Versprecher kamen so gut wie gar nicht vor. Und das, obwohl der Saal rappelvoll war mit Eltern, Großeltern, Geschwistern und weiteren Zuschauern. Lampenfieber? Anscheinend Fehlanzeige.

Musikalisch begleitet wurde das Stück von 50 Schülern der ersten bis vierten Klassen, dem Deutschen Chor der Schule, unter Leitung der Lehrerin Andrea Leopold. Sie hatte die Lieder nicht nur seit Januar mit dem Chor einstudiert und begleitete diesen bei der Aufführung am Klavier. Auch hatte sie sämtliche Lieder komponiert und arrangiert, wie Schulleiterin Andrea Eick bei ihrer Begrüßung hervorhob. Aber auch einen Wermutstropfen galt es zu verkünden: Seit zehn Jahren gibt es die jährliche Theateraufführung, die diesjährige war die vorerst Letzte. „Helga Jansen und Gerlinde Freyer legen eine kreative Pause ein“, wie Eick es nannte, die beiden für ihr jahrelanges Engagement ausdrücklich dankte. Aber wenn es nur eine kreative Pause ist, besteht ja die Hoffnung, dass es irgendwann wieder heißt: Vorhang auf und Bühne frei. Alles andere wäre schade – besonders für die Kinder, die mit spürbar viel Enthusiasmus, Spaß und Spielfreude bei der Sache sind.

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