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Spannende Rennen : Kleine Autos ganz groß in Fahrt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Deutsche Meisterschaften der Elektro-Offroader in Bistensee / Regenwetter und nasse Piste verlangen den Fahrern alles ab

Schnell flitzen die kleinen Fahrzeuge über die Rennstrecke, springen, schlittern um die Kurve, rasen aneinander vorbei. Auf dem „Mühlen-Ring“ in Bistensee herrschte am Wochenende Hochspannung. Bei der Deutschen Meisterschaft im 1:8 Elektro Offroad gingen 70 Teilnehmer aus ganz Deutschland an den Start. Sie hatten sich in ihrem Sportkreis qualifiziert, um in Bistensee dabei sein zu können. Am Ende wurde der Xantener Daniel Reckward Deutscher Meister in der Gruppe 40+, Marvin Fritschler im Offroad 1:8 Elektro, Marcel Paul Deutscher Jugendmeister im OR8E und Vizemeister in der Gesamtwertung. Neuer Jugendmeister wurde Burak Kilic.

Auch Torben Matz war dabei. Der Lokalmatador aus Bistensee fährt seit 1990 mit den Elektro-Buggys. Er erreichte Platz 24 – „wie erwartet“, sagte Matz. Er habe nicht ganz so viel Zeit zum Trainieren gehabt. „Das ist aber okay. Ich bin hier zu Hause.“

Bei unbeständigem Wetter wie am Wochenende müsse man die Reifenwahl den Witterungsverhältnissen anpassen, so Matz. Zudem könnte die Elektronik kaputt gehen, wenn Wasser in die Fahrzeuge kommt. Auch die Kugellager leiden unter Dreck und Wasser. „Nach einen Regenrennen muss man das Auto komplett auseinander bauen“, sagte er.

Ihm gefällt die Technik der kleinen Flitzer. Es sei „wie ein richtiges Autorennen nur ein bisschen kleiner und billiger“, so Matz. Während einige Dinge wie Breite, Länge, Höhe und Gewicht der Fahrzeuge vorgeschrieben seien, könne man auch viel variieren. So können die Reifen frei gewählt werden, solange die vorgegebenen Maße eingehalten würden. Auch die Marke sei frei wählbar, ebenso die Elektromotoren. Aber: „Wenn man zu viel Leistung hat, bleibt man stehen, bevor das Rennen vorbei ist. Der Akku muss reichen.“ Denn dessen Voltzahl ist vorgeschrieben.

Nachdem am Freitag das Training auf dem Zeitplan stand, fanden am Sonnabend die Vorläufe statt. Jeweils zehn Fahrer sind gleichzeitig gestartet, um in fünf mal zehn Minuten möglichst viele Runden zu fahren. Aus diesen Ergebnissen wurden die Finalläufe eingeteilt: Die Plätze 33 bis 48 fuhren im Achtelfinale, die Plätze 17 bis 32 im Viertelfinale und die Plätze eins bis 16 im Halbfinale. Außerdem konnten sich die ersten Vier aus jeden Finale für das nächsthöhere Finale qualifizieren. Die ersten Zwölf aus dem Halbfinale starteten im Finale. „Man kann noch aufsteigen“, sagte Torben Matz.

Kerstin Bessler hatte es bis ins Viertelfinale geschafft. Und das, obwohl sie ihre Vorläufe im Regen fahren musste. Später konnte sie sich in ihrem Bereich aber von Platz acht auf vier vorfahren und schaffte den Sprung ins Viertelfinale. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Kerstin Bessler, die als eine von nur zwei Frauen an den Deutschen Meisterschaften teilnahm. „Ich glaube, ich fahre nicht ganz so aggressiv wie die Männer. Ansonsten ist alles gleich“, meinte sie.

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