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für frauen von frauen : Kleiderbörsen-Virus hat auch Riesebyer Frauen ergriffen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Voller Erfolg: über 150 Besucherinnen vergnügen sich auf der zweiten Riesebyer Kleiderbörse. Eine Wiederholung in 2016 ist geplant.

Es soll ein Mann gesagt haben: Wer sagt, dass man Glück nicht kaufen kann, hat keine Ahnung vom Shopping. Shopping ist schön, macht froh, lädt zum Ausprobieren ein. Als am Sonnabend die zweite Frauen-Kleider-Börse im evangelischen Kindergarten stattfand, vermittelte das Shopping-Ereignis aber noch viel mehr: dass man nicht viel Geld ausgeben muss und dass gebrauchte Klamotten und Accessoires richtig toll aussehen können. Dass man unter gleichgesinnten Mädels richtig viel Spaß haben und dem Alltag ein Schnäppchen schlagen kann. Das Kleiderbörsen-Virus greift um sich und hat Rieseby jetzt auch erreicht.

Franziska Mertschenk und Nadine Marten gehörten an diesem Abend zu den Infizierten und sie genossen es sichtlich. Die Freundinnen waren aus Waabs beziehungsweise Bremerhaven nach Rieseby gekommen, hatten jede für sich ein paar schicke Teile zu Schnäppchen-Preisen erstanden und genossen danach ein feines Glas Sekt in launiger Atmosphäre. „Ich find’s toll hier“, zeigte sich Franziska Mertschenk sehr zufrieden, „alles ist so schön übersichtlich und geordnet, das Angebot ist toll und die Mädels hier super entspannt nett!“ Si e ahnte nichts von der vielen Arbeit, die hinter der Kleiderbörse steckt. Am Vorabend hatte das Organisationsteam um Meike Tiedje 250 Umzugskartons mit Waren ausgepackt, die von 120 Anbieterinnen abgegeben worden waren, sortiert und entsprechend zur Auslage gebracht. „Es ist uns wichtig, dass alles gut präsentiert wird, dass die Damen sich umkleiden können und es nicht zur Einkaufsschlacht verkommt“, hatten die Organisatoren bereits in der Vorbereitungsphase erklärt.

Die guten Erfahrungen aus dem letzten Jahr, hatten sich offenbar herumgesprochen, denn bereits eine halbe Stunde vor Öffnung der Türen hatten sich viele einkaufsfreudige Damen vor dem Kindergarten eingefunden. Schon in der ersten Stunde konnten rund 150 Besucherinnen gezählt werden. Damit waren alle positiven Erwartungen sehr schnell übertroffen worden. Frauen jeden Alters mit ganz unterschiedlichen persönlichen Stilrichtungen hatten an diesem Abend den Weg in die Kita gefunden,meist mit Freundinnen, um zu stöbern, anzuprobieren, zu kombinieren und dann glücklich mit einem ganzen Arm voller Schätze noch einen kleinen Sekt zu trinken.

Und obwohl Umkleideräume mit Spiegel vorgesehen waren, zeigte sich auch schnell, warum Männer absolut nicht erwünscht waren: wenn der Platz eng wurde, konnte Frau auch auf den Gängen einfach mal Kleider tauschen und Neues anprobieren. Die Frauen blieben an diesem Abend unter sich. Das ist sicher auch ein Geheimnis des Erfolgs der Kleiderbörsen: Entspannt sein, mit Gleichgesinnten einen Abend im „Kaufrausch“ verbringen ohne den Druck, etwas „schaffen zu müssen“. Kerstin Thomsen aus Kiel war über ihre Tochter auf das Ereignis aufmerksam gemacht worden und begleitete ihre Enkelin Fenja. Diese hatte schnell ein ganzes Outfit beisammen und freute sich sichtlich über die Shopping-Tour mit Oma.

Aber auch wer an diesem Abend nichts fand, hatte einen tollen Abend erlebt. Wobei es schwer war, nichts zu finden. „Beim Auspacken waren wir selbst überrascht, über die tolle Qualität der Sachen und viele sehr ausgefallene Stücke“, erzählte Meike Tiedje am Rande der Veranstaltung. Flippe Schuhe, bemerkenswerte Hüte und Taschen oder ganze Sets waren ebenso dabei, wie zum Beispiel ein Retro-Brautkleid aus dem Jahr 1975. Hosen, Blusen, Tops und Pullis, Jacken, Kleider, Abendmode und Umstandskleidung – alles war in Rieseby vertreten. Der große Erfolg lässt auf eine Wiederholung im nächsten Jahr hofen.

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