Gumm-Prix : Klarer Sieg für „Büttenwarder“

Unter Anfeuerungsrufen der Zuschauer erreichte Team „Büttenwarder“ als erstes die Ziellinie.
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Unter Anfeuerungsrufen der Zuschauer erreichte Team „Büttenwarder“ als erstes die Ziellinie.

3. Gumm-Prix mit altbekannten Teilnehmern bei den Sprottentagen, Schauräuchern im Räuchereimuseum und eine „süße Sprotte“ für Kuchenfans bei den Sprottentagen.

shz.de von
13. Juli 2015, 05:48 Uhr

Eckernförde | Sprottenräuchern, Fallschirmspringen, Hubschrauberrundflüge, der traditionelle Stadtteilwettkampf und nicht zu vergessen die Spaßveranstaltung „Gumm-Prix“ waren die Attraktionen bei den diesjährigen Sprottentagen, die jene, die alles miterleben wollten, ganz gut auf Trab hielten. Erstmalig im Programm war das Entenrennen, bei dem es attraktive Preise zu gewinnen gab und der Erlös aus dem Startnummernverkauf der nahezu 1500 Enten einem guten Zweck in Eckernförde zu Gute kommt.

Bunt war das Programm, das durch den Strand aufgrund des Wetters nicht wirklich Konkurrenz hatte und genügend Urlauber tagsüber auf die Hafenmeile lockte. „Fungee-Jumping“ für die Kleinen, Musikzug für die Älteren, dazwischen kleine Bandauftritte – das Programm war vielfältig und bot für jeden etwas. Waren es die kleinen Edelstahlsprotten von Kunstschmied Patrick Schloßer, die beispielsweise als Anhänger Beachtung fanden, machten die beiden Eckernförder Originale „Stine“ (Christel Fries) und „Fiete“ (Werner Pötzsch) mit Glockengebimmel und Sprottenkarre die Besucher auf die echten goldenen Leckereien aufmerksam und animierten zum Probieren. „Wie isst man die denn?“, war die Frage, die fachkundig an beiden Tagen, auch gerne mal auf Platt, des Öfteren beantwortet werden musste. Wer dann wissen wollte, wie die silbernen Sprotten zu ihrer goldenen Farbe kommen, konnte dies sowohl im Räuchereimuseum am original Altonaer Ofen beim Schauräuchern, als auch auf der Hafenmeile erleben. Hier verhalfen Fischereimeister Lorne (Lorenz) Markwardt „un sien Knecht“ Peter den kleinen Fischen zu Geschmack und Farbe. „Rund 3000 hatten wir im Rauch“, stellte ersterer am Sonntagnachmittag sichtlich geschafft fest.

Mit deutlich weniger Rauch, dafür aber mit Zitronengeschmack lockte direkt daneben die zweieinhalb Meter lange „süße Sprotte“ Kuchenfans an. Inspiriert vom Weltfischbrötchentag und von Stefan Haupt aus 35 Kilogramm Zutaten gebacken, gab es den Kuchen hundertgrammweise. Der Verkaufserlös ging vollständig an den Kinderförderfonds gegen Ausgrenzung und soziale Ungerechtigkeit.

Zum dritten Mal bei den Sprottentagen integriert und aus der Romanvorlage des Eckernförde-Krimis „Tod am Strand“ in die Praxis umgesetzt, ging es beim „Gumm-Prix“ sowohl um Geschick als auch um die originellste Kostümierung. Blieb es den Teilnehmern freigestellt, sowohl auf eigenem Wassergefährt, als auch auf einem der gestellten Schlauchboote die fast 500 Meter von der Hafengrenze zur Holzbrücke zurückzulegen, winkten am Ende attraktive Preise für beide Kriterien, die von den 13 Mannschaften mit viel Ehrgeiz umgesetzt wurden.

Altbekannt und schon zum dritten Mal mit dabei war Team „Büttenwarder“ mit den Helden „Brakelmann“ und „Adsche“, ebenso Hering von Seenot (alias Gernot Lausen) mit seiner aufblasbaren Palmeninsel. „Putzkolonne“, „Trockenfischlutscher“, „Obstschale“ oder „Eckernförder Musikanten“ kamen neben anderen ebenfalls zum Zug und ergatterten einige der Preise. Lautstarker Applaus auf die Frage, ob im kommenden Jahr wieder, signalisierte am Ende den Touristik-Organisatoren, dass es einen vierten Gumm-Prix geben soll.

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