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BÜRGERENTSCHEID : Klare Sache: Bürger gegen Bebauung der Gaehtjestraße

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der zweite Bürgerentscheid in der Geschichte Eckernfördes hat ein eindeutiges Ergebnis: 72,9 Prozent der Stimmberechtigten sind gegen Neubauten am Hafenufer. Die Wahlbeteiligung beträgt 38,3 %.

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2017 | 10:09 Uhr

Eckernförde | Es ist entschieden, die Bürger haben gesprochen: In der Gaehtjestraße wird nicht gebaut. Als Bürgermeister Jörg Sibbel gestern Abend am Ende des Bürgerentscheids um 19.01 Uhr das vorläufige amtliche Endergebnis im Flur des Rathauses bekannt gab, war die Überraschung perfekt.

Mit einer deutlichen Mehrheit haben die Eckernförder gegen die Bebauungspläne der Politik gestimmt. 72,9 Prozent (5305 Stimmen) stimmten mit Ja, also für den Stopp der Bebauungspläne, 27,1 Prozent (1973 Stimmen) setzte das Kreuz bei Nein. Von 19  079 stimmberechtigen Bürgern ab 16 Jahren haben 7302 an der Abstimmung teilgenommen, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 38,3 Prozent. „Damit ist der Bürgerentscheid im Sinne der Vertretungsberechtigten erfolgreich verlaufen“, stellte der Bürgermeister in seiner Funktion als Versammlungsleiter fest. Gefordert waren mindestens 3053 Ja-Stimmen (16 Prozent).

Damit haben die Eckernförde die Frage, ob die Gaehtjestraße an der Wasserseite bebaut werden soll oder nicht, mit ihrer Abstimmung klar beantwortet. Während die Politk dort im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts „Nooröffnung / Binnenhafen“ drei voneinander getrennte Gebäudekörper mit 7 Metern Traufhöhe errichten lassen und die Promenade um den Innenhafen herum fortführen möchte, sind die Initiatoren des Bürgerentscheids gegen eine Bebauung der wasserseitigen Gaehtjestraße.

Aufgeteilt in 14 Abstimmungsbezirke, die in acht Wahllokalen über das Stadtgebiet verteilt waren, konnten die Eckernförder gestern von 8 bis 18 Uhr ihr Kreuz machen. Dass das Thema den Bürgern unter den Nägeln brennt, belegt die Tatsache, dass teilweise noch vor den Wahllokalen diskutiert wurde. So beispielsweise vor der Fritz-Reuter-Schule, in der die Abstimmungsbezirke 3, 4 und 5 waren. Während der Andrang an der Wahlurne morgens eher spärlich war, wollten nach 10 Uhr sehr viele Bürger ihre Stimme abgeben. So gab es im Abstimmungsbezirk 2 im BBZ in der Fischerkoppel sogar eine Warteschlange. Mit 51,9 Prozent liegt in diesem Abstimmungsbezirk die höchste Wahlbeteiligung. Ihr Stimmrecht für den Bürgerentscheid nahmen ersten Beobachtungen nach vornehmlich Bürger ab 50 Jahren in Anspruch.

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