zur Navigation springen

MAIKONZERT Tus blasorchester : Klangerlebnis: Dudelsack verzaubert Blasmusik

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

200 Zuschauer sahen am Freitagabend in der Stadthalle ein schwungvolles Konzert der TuS. Erstmals trat der Dudelsackspieler Sascha Paustian auf.

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2017 | 05:30 Uhr

Eckernfoerde | „Heute Abend spielen Eckernförder für Eckernförde, eine Hommage an unsere Stadt“, begrüßte Moderator Hermann Wolter am Freitagabend 200 Gäste zum großen Maikonzert des Blasorchesters der TuS in der Stadthalle. Und diese konnten sich auf ein buntes Musikprogramm und viele Höhepunkten freuen. Nach 15 Jahren trat das Orchester erstmals wieder in großer Formation auf.

Die musikalische Leitung hatte Johannes Kringel, Dirigent des Schleiorchesters aus Kappeln, kurzfristig übernommen – er sprang für den erkrankten Thomas Jordt ein. Der Qualität der Musik tat das keinen Abruch. Das Orchester, komplettiert mit Gastspielern aus Kappeln und Fleckeby, zeigte sein Können in allen Facetten. Mit einem Potpourri, ganz nach der Fernsehsendung „Musik ist Trumpf“, erklangen die Melodien „Pigalle“, „Kriminaltango“ und „Habanero“. Beim Titel „Ich weiß was, ich weiß was“ fiel das Publikum sofort mit Gesang ein. Der Mix der gut ausgesuchten Musikstücke von Walzer, Jazz, Schlager, Polka und Märsche kam bei den überwiegend älteren Zuhörern gut an. Johannes Kringel hatte das Publikum auf seiner Seite, er brauchte die Zuschauer nicht großartig zum Klatschen aufzufordern – es wurde geschunkelt, gesungen und nicht mit Zwischenapplaus gespart.

Die Begeisterung wuchs noch, als der Evergreen „Begin the Beguine“aus dem Broadway Musical „Jubilee“ , geschrieben von Cole Porter, erklang. Im Potpourri „Schön ist die Liebe im Hafen“ präsentierten die Blasmusiker bekannte und beliebte Melodien. Zwischen den einzelnen Abschnitten gab Moderator Wolter auf charmamante Art und Weise Wissenswertes über die einzelnen Musikstücke preis.

Mit entsprechenden Worten kündigte Hermann Wolter den absoluten Höhepunkt des Abends an: „Es gibt nur zwei Orchester in Schleswig-Holstein, die einen Dudelsackspieler präsentieren können, das Blasorchester TuS Eckernförde hat einen echten Borbyer Jung, der dieses kann: Sascha Paustian.“ Der erste Auftritt von Paustian (32), der im echten Schotten-Kilt erschien, und den Trommlern Darvin Weberbartold und Roman Thiede wurde mit der Dudelsackmelodie „Highland Cathedral“ ein ganz besonderer Ohrenschmaus. Die Bläser stiegen mit ihrem satten Klang ein – das Zusammenspiel von Bläsern und Dudelsack geriet zu einem wahren Hochgenuss für die Zuschauer, den sie entsprechend mit sehr viel Beifall honorierten. Stimmungsvoll wurde es, als das Lied „Mein Heimatland“, aus der Feder von Orchestermitglied Rolf Simonsen, gesungen von Werner Weberbartold, erklang. Wie eine Liebeserklärung stimmten die Gäste mit ein: „Eckernförde und das Ostseeland am schönen Ostseestrand, dort wo ich einst geboren bin und meine Wiege stand. Wo Fischer fahrn aufs Meer hinaus und bringen heim den Fang, dann wird aus Silber Gold gemacht schone viele Jahre lang“. Traditionell verabschiedeten sich die Musiker mit dem Marsch „Gruß an Kiel“ und ernteten einen brausenden Applaus und immer wieder Dankesrufe aus dem Publikum.




zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen