Eckernförde : Kita-Plätze heiß begehrt: Alle Regelgruppen sind voll

Die Krippenkinder der Kita St. Nicolai.
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Die Krippenkinder der Kita St. Nicolai.

Wartelisten bei den Krippenplätzen in Eckernförde: Nur bei den „Marinekäfern“ und den neuen Tagesmüttern sind noch Plätze frei. Die Hortbetreuung in der Villa Kunterbunt soll neu geregelt und der tatsächliche Bedarf bei den Eltern abgefragt werden.

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13. November 2013, 06:08 Uhr

Eckernförde | In den vier städtischen Kindertagesstätten und den Kitas der freien Träger einschließlich der Krippen- und Hortplätze werden rund 800 Kinder versorgt. Insgesamt sind im Ostseebad alle 560 Regelplätze im Elementarbereich (Drei- bis Sechsjährige) belegt. In zwei Integrationsgruppen stehen 30 Plätze zur Verfügung, zudem gibt es 105 Krippenplätze, 35 Plätze bei Tagespflegepersonen, 60 Hortplätze sowie einige Nachmittagsplätze. Wartelisten gibt es bei den Krippen, lediglich die „Marinekäfer“ (2), die Kita der Marine sowie die neuen qualifizierten Tagespflegekräfte (11) haben freie Kapazitäten. Diese Zahlen legten Bürgermeister Jörg Sibbel und Sozialamtsleiter Klaus Kaschke am Montagabend im Sozialausschuss vor.

Wegen des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz ab dem 3. Lebensjahr sei es in zwei Gruppen zu einer (genehmigten) Überschreitung der Regelgröße von 20 Kindern gekommen, führte der Ausschussvorsitzende Heinz-Michael Kornath (CDU) aus. Dort seien zwei Kinder mehr aufgenommen worden. Allerdings dürfte sich die Situation wieder entspannen, weil im Geburtsjahrgang 2011 nur 137 Kinder neu aufgenommen werden, aber 170 schulpflichtige Kinder die Kitas verlassen, erläuterte Sozialamtsleiter Kaschke. Er wies zudem auf veränderte Nutzungsgewohnheiten der Kitas hin: die Früh- und Über-Mittag-Betreuungen nähmen zu, so dass steigender Bedarf für Öffnungszeiten ab 7 bis 14 und 15 Uhr bestehe, auf den sich die Kita-Träger einstellen müssten. Erweiterte Öffnungszeiten hätten Auswirkungen auch auf den städtischen Haushalt. Die Stadt hat mit den freien Trägern eine dynamische Förderung vereinbart, die sich 2013 auf insgesamt rund 1,2 Millionen Euro beläuft. 2014 steigt die Förderung um 170.000 Euro auf 1,365 Millionen Euro. Die vier städtischen Kitas mit insgesamt 265 Plätzen werden mit 1,1 Millionen Euro finanziert.

Ein gesonderter Fall sind die Hortplätze. Der Hort der dänischen Minderheit mit einer Betreuung bis 17 Uhr umfasst dank einer Ausnahmegenehmigung derzeit 40 Plätze, der in der Villa Kunterbunt 20. Dort können Kinder bis 18 Uhr betreut werden. Bei den von der Stadt geförderten Hortplätzen der Villa Kunterbunt (Träger Die Brücke) zeichnen sich Veränderungen ab. Die Eltern der im Hort betreuten Kinder – dabei handelt es sich nach Auskunft der Stadt ausschließlich um Kinder, die die Gorch-Fock-Schule besuchen und auch dort das Angebot der festen Grundschulzeiten (bis 15 Uhr) nutzen könnten – sollen befragt werden, welche Gründe sie für die Hortbetreuung haben. Die Stadt möchte auch weiterhin eine Betreuung sicherstellen, nur solle dies künftig in altersgemischten Gruppen erfolgen. Zusammen mit den Eltern und dem Träger soll an einer Lösung gearbeitet werden. Die jetzige Hortbetreuung ausschließlich für schulpflichtige Kinder sei ein „Auslaufmodell“, sagte Kaschke.

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