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Hüttener Berge: Qualität im Kindergarten : Kita-Kompass auf 900 Seiten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Qualitätsmanagement definiert Standards für die Betreuung in den Kindertagesstätten in den Ämtern Hüttener Berge und Dänischer Wohld

Groß Wittensee | Trotz seiner rund 900 Seiten soll sich das neue Qualitätsmanagement-Rahmenhandbuch (QMBH) als ein griffiges und praktikables Werkzeug im Kindergarten-Alltag erweisen. Unter Federführung von Gabriele Brietzke, Fachberaterin für Qualitätsentwicklung, wurde im vergangenen Jahr gemeinsam mit Teilnehmern aus den Kindertagesstätten der Ämter Hüttener Berge und Dänischer Wohld, das Buch erarbeitet. Insgesamt 16 Kindertagesstätten, neun Kitas aus dem Amt Hüttener Berge und sieben aus dem Dänischen Wohld, haben sich an Erstellung des Qualitätshandbuchs beteiligt. Gestern konnte Gabriele Brietzke ein Exemplar an die Fachdienstleiterin für Kinder, Jugend und Sport in der Kreisverwaltung Rendsburg-Eckernförde, Christina Mönke, in der Amtsverwaltung in Groß Wittensee überreichen. „Ein Vorbildprojekt“, lobte Mönke das Buch, das aus der Kooperation der beiden Ämter Hüttener Berge und Dänischer Wohld entstanden ist.

Mit diesem Buch sollen die Grundlagen der Arbeit im Kindergartenbereich beschrieben, für jeden nachvollziehbar und die Qualität der Arbeit begründet werden. Denn trotz aller gesetzlicher Vorgaben: Die Unterschiede der Bildungsarbeit in Kitas sind je nach Träger und Einrichtung sehr unterschiedlich. So zum Beispiel, was die räumliche und personelle Ausstattung oder die Zusammenarbeit mit Eltern betrifft. Mit dem Handbuch sollen konkrete Qualitätsvorgaben definiert und Mitarbeitern wie Trägern eine Orientierungshilfe gegeben werden. Zum Beispiels zum Verhalten in Konfliktsituationen mit den Eltern oder zu pädagogischen Zielen der Einrichtungen. In den neun Kapiteln geht es um das ganze Spektrum der Kita-Arbeit – von der Eingewöhnung, die pädagogische Arbeit, Personalentwicklung, Hygienemaßnahmen, die Möblierung der Gruppenräume bis zur Arbeit mit den Eltern und der Öffentlichkeitsarbeit.

„Die Resonanz der Kita-Leitungen war hervorragend, ebenso die Motivation sich daran zu beteiligen“, erzählt Brietzke. Durch die Kooperation der Einrichtungen aus beiden Ämtern seien die Erzieher entlastet worden, betont Thomas Bahr, Büroleitender Beamter des Amtes Dänischer Wohld. So musste sich nicht jede Kita mit der Erstellung eines Qualitätshandbuches befassen.

Gabriele Brietzke stellte klar, dass das Handbuch nicht zur einer Gleichmacherei aller Kitas führen soll. „Jede Einrichtung behält ihr Profil, ihre Eigenarten“, sagt sie. Es setze einerseits verbindliche Standards, solle dem Personal aber andererseits noch Spielraum für die individuelle Gestaltung ihrer Arbeit lassen. Das gemeinsam erstellte Handbuch soll für Transparenz sorgen, auch als ein Instrument der Selbstkontrolle. Gerade bei heiklen Themen, wie der Kindeswohlgefährdung, lasse sich schnell das optimale Verfahren im Umgang damit nachlesen. Im Qualitätshandbuch sind für die Mitarbeiter alle Dokumentationen und Hilfen für die tägliche Arbeit und den Umgang mit schwierigen Situationen ständig verfügbar. „Aber fertig ist das Buch nicht“, stellte Brietzke fest, denn regelmäßig solle das Qualitätsmanagement weiterentwickelt werden. Auch Christina Mönke wies darauf hin, dass die Anforderungen für die Betreuung von Kindern immer weiter steigen.

Nachdem die einzelnen Kitas und der Fachdienst des Kreises bereits ihr Exemplar erhalten haben, sollen auch die Kindergartenträger und Verwaltungskräfte das Handbuch überreicht bekommen.  

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erstellt am 25.Apr.2017 | 06:36 Uhr

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