zur Navigation springen

Geld für Ausbau : Kita-Entwicklungsplan: Eltern machen Druck

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vor zweieinhalb Jahren ist die Kita-Entwicklungsplanung beschossen worden – und es liegen noch keine Ergebnisse vor. Die Erzieher und Eltern der Kindertagesstätte St. Nicolai fordern jetzt von der Stadt, dass sich etwas tut.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2014 | 06:17 Uhr

Es war eine fröhliche Feier mit einem Schuss Wermut: Die Kindertagesstätte St. Nicolai im Wulfsteert hat gestern mit einem Frühlingsfest die fertiggestellten Umbauarbeiten an ihrem Gebäude zelebriert. Über 220 000 Euro hat die Kirchengemeinde St. Nicolai für die Erneuerung von Dach und Fenstern sowie die Sanierung der Fassade ausgegeben. Doch Kita-Leiterin Mereintje Günther und die stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirates Eva-Maria Steinbach machten deutlich, dass der Sanierungsstau weiterhin immens sei. Sie fordern ein Bekenntnis und finanzielle Unterstützung seitens der Stadt.

Die Kindertagesstätte von 1971 war konzipiert für 60 Kinder, die maximal vier Stunden am Tag betreut wurden. Im Laufe der Zeit haben sich der Bedarf für die Betreuung von Kindern und der Anspruch an die Qualität der Arbeit deutlich verändert: Heute werden zwischen 70 und 75 Kinder im Alter von drei Monaten bis zum Schuleintritt für bis zu 50 Stunden in der Woche betreut. Das bedeutet nicht nur eine veränderte pädagogische Arbeit, sondern auch einen größeren Platzbedarf.

Im Jahr 2010 hat das Architektenbüro Fröhler zusammen mit der Kirchengemeinde ein Konzept entworfen, in dem mit einem Umbau der Kita den Anforderungen Rechnung getragen wird. Die Kosten waren für die Kirchengemeinde zu hoch, weshalb sich die Kita an die Stadt wandte, die für die Bereitstellung von Kita-Plätzen zuständig ist. „Obwohl die Politiker den Bedarf nachvollziehen konnten, ist bis heute keinerlei Entgegenkommen und Unterstützung erfolgt“, so Günther. Politik und Verwaltung scheuten damals vor der genannten Summe von 800 000 Euro zurück und befürchteten bei einer Bewilligung ähnliche Forderungen anderer Einrichtungen. Stattdessen sollte ein Entwicklungsplan für die Kindertagesstätten erstellt werden, um Zuschüsse gerecht zu verteilen. „Seitdem hat sich nach unserem Kenntnisstand trotz verschiedener Anfragen nichts bewegt“, so Günther. Die Kirchengemeinde beschloss, die wichtigsten Arbeiten schon ausführen zu lassen.

Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, überreichte Eva-Maria Steinbach den anwesenden Lokalpolitikern eine Sammlung von 90 Unterschriften der Eltern: „Wir fordern, dass die Ergebnisse des Entwicklungsplans endlich veröffentlicht werden.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen