Kita Hüttener Berge : Kita bald mit fünfter Gruppe

Um den Betreuungsbedarf decken zu können muss in der Kita Hüttener Berge eine weitere Gruppe eingerichtet werden.
Um den Betreuungsbedarf decken zu können muss in der Kita Hüttener Berge eine weitere Gruppe eingerichtet werden.

Kita Hüttener Berge: Neue Gruppe soll den steigenden Betreuungsbedarf decken / Personalkosten steigen in 2019 um 50 000 Euro

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16. November 2018, 16:45 Uhr

Ein gutes halbes Jahr ist es her, da musste die Waldgruppe der Kindertagesstätte Hüttener Berge geschlossen werden. Zu wenig Kinder waren es, die dieses Betreuungsangebot im Hüttener Forst, das nur zwei Jahre zuvor mit viel Herzblut und vor allem Geld auf die Beine gestellt wurde, nutzten. Den Verkauf des Bauwagens hatte Detlef Kroll daher auch auf die Tagesordnung setzen lassen. Doch der Vorsitzende des Fachausschusses der Kita Hüttener Berge musste gleich zu Beginn der Sitzung am Donnerstag um eine Änderung der Tagesordnung bitten. „Ab 1. Mai 2019 soll eine neue Gruppe eingerichtet werden“, erläuterte er. Kita-Leiterin Martina Heise berichtete, dass es in den vergangenen Monaten zahlreiche Anmeldungen gegeben habe, überwiegend von Kindern unter drei Jahren. „Verlässlich ist diese Planung nicht“, bedauerte Heise, dass Eltern kurzfristig, aber fristgerecht ihre Anmeldung noch zurückzögen, käme immer wieder vor. Fest stehe aber, dass Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz hätten, ergänzte Brigitte Nielsen, Leiterin des Hauptamtes in der Verwaltung. Ein Ausweichen auf umliegende Kitas sei ebenfalls nicht möglich, da auch im Umland die Kapazitäten erschöpft seien. Nach derzeitiger Planung müssten ab Mai 2019 eine Krippengruppe, zwei altersgemischte Gruppen und zwei Regelgruppen eingerichtet sein. Rund 70 Kinder würden dann die Kita Hüttener Berge besuchen, davon 20 bis 23 U3-Kinder.

Um Platz für die neue Gruppe zu schaffen, soll der vorhandene Ruheraum zum Gruppenraum werden, der Therapieraum zum Ruheraum. Zusätzlich müsste eine zweite Tür eingebaut werden. Die baulichen Veränderungen sowie Neuanschaffungen würden rund 12 000 Euro kosten, um etwa 50 000 Euro würden aber die Personalkosten allein von Mai bis Dezember ansteigen. Wie hoch die Einnahmen durch die Elternbeiträge sein werden, ist angesichts der vagen Planung, noch grob abzuschätzen. Die Verwaltung geht von etwa 18 000 Euro in diesem Zeitraum aus.

Außerdem wird das Amt einen Förderantrag beim Land stellen. „Es gibt ein Sofortprogramm für die Förderung kurzfristig geschaffener Betreuungsplätze“, so Brigitte Nielsen. Dem Kreis stehen aus diesem Fördertopf 1,4 Millionen Euro zur Verfügung. Es gilt das Windhund-Prinzip. Die Mittel werden also nach Reihenfolge eingehender Anträge vergeben. Den Zuschuss gibt es aber nur für bauliche Veränderungen und Anschaffungen, betonte Nielsen. Die Personalkosten würden nicht gefördert werden. Und genau da sehen die Kommunen Handlungsbedarf, gerade im Hinblick einer für 2019 anvisierten Reform der Kita-Finanzierung durch das Land. „Eine Übernahme der Personalkosten des pädagogischen Fachpersonals würde die Gemeinden entlasten“, brachte es die Hauptamtsleiterin und gleichzeitig Geschäftsführerin des Kreis-Gemeindetages auf den Punkt.

Hüttens Gemeindechef Georg Beyer will die ständig steigende Kostenspirale nicht länger hinnehmen. Schon die Einrichtung der Waldgruppe hätte seine Gemeinde finanziell arg gebeutelt. Gerade die kleinen Gemeinden würden durch hohe Umlagen ihren Gestaltungsspielraum zunehmend verlieren.

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