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Eckernförder Zeitung

22. September 2017 | 13:53 Uhr

Kita-Anbau : Kita-Anbau: Neuer Entwurf in Arbeit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Architekten stellen Vorentwurf für Kita-Erweiterung vor / Bauausschuss empfiehlt Fortsetzung der Planung für 200 Quadratmeter Anbau.

von
erstellt am 06.Sep.2017 | 06:01 Uhr

waabs | Mehr Kinder werden in der gemeindlichen Kita Apfelbäumchen in Waabs angemeldet. Für die Gemeinde Waabs und Einrichtungsleiterin Nicole Meißner ein Grund, das Raumangebot der Einrichtung zu erweitern. Das ehrgeizige Ziel: Schon zu Beginn des Kindergartenjahres im August 2018 soll die dritte Gruppe in einem Anbau betreut werden. Sie wird derzeit mit Sondergenehmigung betreut.

Der Bauausschuss unter Leitung von Heinz Haller (WGW) gab Montagabend bei einer Enthaltung seine Zustimmung, dass das Architektenbüro EDIT mit Sandra Flohr und Nils Krämer einen vorgestellten Vorentwurf weiter präzisieren sollen. Als Bruttokostenobergrenze empfahl der Ausschuss 600  000 Euro. Ein Arbeitskreis mit Gemeindevertretern und der Kita-Leitung hatte dem Büro als Vorgaben mitgegeben:

>freistehender Neubau mit Verbindung zum Altbau. Der Hintergedanke: Sollte der Bedarf nach der dritten Kita-Gruppe entfallen, könnte der gemeindliche Bau anders genutzt werden.

> Raum- und Außenspielflächen entsprechend den Wünschen der Kita-Leitung,

> Sanierung und Anpassung von Heizung, Küche und Ersatz schadhafter Bodenbeläge.

„Unsere Anforderungen erfüllt der Entwurf“, sagte Bürgermeister Udo Steinacker (CDU) und verteidigte den von EDIT favorisierten Entwurf eines Sechseckbaus, der über einen drei Meter breiten und 17 Meter langen Verbindungsgang nördlich des Bestandsgebäudes angeschlossen wird.

Kritik an dem Entwurf brachte Sabine Noth-Stöcks (wählbare Bürgerin für die WGW), selber Architektin, vor. So sei der Gang mit 17 Metern Länge viel zu lang. Zudem warf sie Fragen des Brandschutzes und auch des Wärmeschutzes auf. Abgesehen davon könne sie sich nicht vorstellen, dass der Bau eines Gebäudes mit Winkeln über 90 Grad gleich teuer sei, wie der eines rechtwinkligen Gebäudes. Kritik kam auch von Seiten der CDU-Fraktion, die die grobe Kostenschätzung von 500  000 Euro plus/minus 30 Prozent für abenteuerlich hielten. Für die SPD monierte Elvira Brief, dass auch sie die flachen Winkel des Gebäudes als sehr unpraktisch empfinde und auch der lange Gang für Kinder riesig erscheinen müsse.

Die Architekten Sandra Flohr und Nils Krämer betonten es sei ein funktionaler Bau, der den Anforderungen und Vorgaben des Arbeitskreises entspreche. Die Kostenschätzung könne in dem Stadium der Vorplanung nur „abstrakt sein“, erklärte Flohr. Je weiter man in der Planung komme, und je genauer die Vorgaben auch hinsichtlich Material und Standard der Baugruppen seien, desto verlässlicher würden die Zahlen. Fragen des Brandschutzes oder des Wärmeschutzes würden im Zuge der weiteren Planung natürlich einfließen. Der Gang in die neue Gruppe mit Sanitäranlagen und Ruheraum auf 200 Quadratmetern Fläche sei nicht länger, als bei einer alternativen Planung, stellte sie fest. Hinsichtlich des Sechseckbaus könne nachgebessert werden, wobei es Flohr wichtig war, aus Sicht der Kinder, den Gruppenraum eben nicht rechteckig zu gestalten. „Wir haben mit dem Gruppenraum kein Problem“, sagte Einrichtungsleiterin Nicole Meißner. Sie befürwortete den Grundgedanken des Entwurfs, weil dabei auch die Spielflächen der U3- und der Ü3-Kinder ineinander übergehen.

Bauingenieur Jan Andresen vom Amt Schlei-Ostsee betonte, dass ein „Anbau direkt am Altbestand nicht möglich ist“. Auch er stellte fest, dass in dem Stadium der Vorplanung die Richtung des Baus zur Debatte stehe, Details müssten nach Vorgaben des Ausschusses in einen weiteren Entwurf integriert werden. Er verteidigte den Vorentwurf und betonte, dass der „Zeitplan zum Bau sehr sportlich ist, aber nicht unmöglich“. Nis Juhl (CDU) enthielt sich bei der Abstimmung. Er hielt es für sinnvoller, dass über den Neubau eines Gemeindezentrums nachgedacht werde, wo mehrere gemeindliche Angebote zusammengefasst werden könnten.

Der Ausschuss empfahl, die Planungen voranzutreiben und die Leistungsphase 3 mit einer Kostenberechnung zu beauftragen. Es wird ein Bruttokostenrahmen von 600  000 Euro festgelegt. In der Planung sollen möglichst im Gebäudekörper weniger flache Winkel verwendet werden und auch der Gang könnte modifiziert werden. In spätestens drei Wochen soll der Arbeitskreis die neuen Ideen der Architekten beraten, damit noch vor Anfang November eine Gemeindevertretung über den Entwurf und eine Kostenrechnung beraten kann.

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