zur Navigation springen

Waabser Marienkirche wird saniert : Kirchensanierung beginnt im Dachstuhl

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bauarbeiten an der Marienkirche starten ab sofort / Große finanzielle Unterstützung durch Kirchenkreis und Stiftungen

Waabs | Die Marienkirche ist in keinem guten Zustand. Schon seit einigen Jahren macht sich der Bauausschuss des Kirchengemeinderates vor allem Sorgen um die Statik des historischen Gebäudes. Deshalb haben sie in Zusammenarbeit MIT Pastorin Peggy Josefine Kersten Ende 2014 ein Architektenbüro mit einem umfangreichen Gutachten beauftragt. Dabei offenbarte sich großer Handlungsbedarf im Innen- und Außenbereich des Gotteshauses. Insbesondere der Dachstuhl und der Turm sind stark vom Zerfall bedroht.

Die Förderanträge, die der Bauausschuss der Kirchengemeinde (KGR) bereits zu Beginn des letzten Jahres gestellt hatte, wurden schließlich bewilligt. „Wir sind sehr froh, jetzt endlich mit den Arbeiten starten zu können“, so Arne Heinrich.

Geplant ist eine Komplettsanierung der Kirche, die in insgesamt vier Bauabschnitten erfolgen soll. Im Fokus der ersten beiden Abschnitte stehen der Turm und das Kirchenschiff. Neben Schädlingsbefall und im Laufe der Jahre nur notdürftig ausgebesserten Mängeln weist der Turm zusätzlich eine deutliche Neigung auf. „Das Gutachten eines Statikers hat aber immerhin ergeben, dass er aktuell noch begehbar ist“, sagte Arne Heinrich. Damit das so bleibt, soll die Neigung korrigiert werden. Außerdem soll die Balkenlage im Kirchenschiff überprüft werden. Vor allem den unteren Balkenlagen, auf denen der Dachstuhl lagert, soll dabei besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. „Noch wissen wir nicht genau, wie groß der Schaden ist“, so der Vorsitzende des KGR.

Die aktuelle Kalkulation, die vom Architekturbüro Schwinghammer aus Kiel durchgeführt wurde, für die ersten beiden Abschnitte belaufe sich allerdings auf 510  600 Euro. Getragen werden diese Kosten vor allem durch den Kirchenkreis, der sich zu 70 Prozent daran beteiligt. Weitere Gelder konnten durch die bewilligten Förderanträge gewonnen werden, die an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Stiftung der Förde Sparkasse gestellt worden waren. Auch die Kommunalgemeinde Waabs und der Förderverein beteiligen sich an den Ausgaben. Der Beitrag, den die Kirchengemeinde stemmen muss, liegt knapp unterhalb des sechsstelligen Bereichs.

Die ersten beiden Abschnitte sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Für die Arbeiten am Dachstuhl ist die Firma Lutz zuständig. Unterstützt wird sie durch die Dachdeckerei Hass und die Firma Andrigo Bau, die sich um die Arbeiten am Mauerwerk und den Tiefbau kümmert. „Die Zusammenarbeit ist über eine Ausschreibung zustande gekommen“, so Arne Heinrich.

Im nächsten Jahr soll der Chorraum im Inneren der Marienkirche saniert werden. Auch die Freskenmalereien, die aktuell noch unter einer Schicht weißer Farbe verborgen sind, sollen dann freigelegt werden. „Wir hatten damit in der Vergangenheit bereits begonnen, mussten die Arbeiten dann aber aufgrund der hohen Feuchtigkeit einstellen“, berichtete Pastorin Peggy Kersten. Im letzten Schritt des langfristigen Sanierungsplans soll die Innengestaltung des Kirchenschiffes im Vordergrund stehen. Die Kosten für Abschnitt 3 und 4 belaufen sich nach ersten Kalkulationen auf 160  000 Euro. Da die Landeskirche und der Kirchenkreis allerdings nur die Statik fördern, sei die Kirchengemeinde in diesem Bereich auf Spenden angewiesen, so Arne Heinrich.

„Der reguläre Kirchenbetrieb wird durch die Maßnahmen in Abschnitt 1 und 2 voraussichtlich nicht beeinträchtigt. Auch auf Anlässe wie Hochzeiten oder Beerdigungen nehmen die Firmen nach Absprache Rücksicht“, betonte Pastorin Peggy Kersten.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen