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Bauverein : Kirchenklima muss verändert werden

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Änderung der Heiztechnik ist für eine nachhaltige Sanierung der St.-Jürgen-Kirche und ihrer Gegenstände unerlässlich. Das betonte der Kirchbauverein auf seiner Jahresversammlung.

Gettorf | Die Summe von 135 000 Euro hat der Kirchbauverein St. Jürgen Gettorf seit seiner Gründung im März 1998 in den Unterhalt des weit über die Gemeinde hinaus sichtbaren Gotteshauses und seiner Ausstattung investiert. Die Liste der noch ausstehenden Arbeiten ist lang – am Montagabend legten die Mitglieder in ihrer Versammlung die Projekte für 2014 fest und appellierten an den Kirchengemeinderat, mit Blick auf die Nachhaltigkeit der Investitionen endlich das Heizungssystem zu überdenken.

Bereits in der Mitgliederversammlung 2006, in der Hannelore Struve, die erneut zur Vorsitzenden gewählt wurde, erstmals die Leitung des Vereins von Pastor im Ruhestand Manfred Seyler übernommen hatte, war der Pilzbefall in Zusammenhang mit Temperatur und Luftfeuchtigkeit ein Thema gewesen. Seither wurden mehrfach Gelder bereitgestellt, um Bilder und Orgel von Schimmel zu befreien. „Wir haben die Folgen beseitigt, aber nicht die Ursache“, machte Tomas Bahr, als Schriftführer im Amt bestätigt, deutlich. „Das Klima im Raum muss verändert werden, um Gegenstände langfristig zu erhalten.“ Das aber könne nicht Aufgabe des Kirchbauvereins sein – darin waren sich die Mitglieder einig. In dem Leitfaden „Heizen in Kirchen“ des Diplom-Ingenieurs Martin Sandler aus Kaufbeuren sieht der Kirchbauverein eine gute Handreichung, das Problem anzugehen, dessen Lösung nicht in einer Heizung, sondern in einem System aus mehreren Modulen liegt. Der Kirchengemeinderat müsse sich darüber Gedanken machen, ebenso über die Finanzierung, so die Botschaft des Vereins.

Der stellt in diesem Jahr 25 000 Euro zur Verfügung. Davon soll unter anderem die Außenbeleuchtung erneuert werden. Die vorhandenen Pollerleuchten leuchten die Flächen schlecht aus und seien zudem nicht besonders schön, erläuterte Bahr. Zwei sollen an der Auffahrt, eine am Fahrradständer, drei am Zugang für Menschen mit Behinderung und zwei weitere an der Treppe zur Kirchstraße installiert werden, die zudem mit einem Handlauf versehen werden soll. Darüber hinaus ist geplant, das Lutherbild und die Apostelbilder restaurieren zu lassen.

Um Gelder für weitere Vorhaben einzuwerben, will sich der derzeit 246 Mitglieder starke Verein beim Rapsblütenfest und an den Markttagen präsentieren. Einen gemeinsamen Ausflug hat Dr. Walter Wilde für den 15. Mai organisiert – es geht nach Schwerin. Anmeldungen dafür nimmt Hannelore Struve, Tel. 04346/60 26 85, entgegen. Wer sich im Arbeitskreis „Wohlfühlklima“ in der Kirche einbringen möchte, meldet sich bei Tomas Bahr, Tel. 04346/91 251. Außer der Vorsitzenden und des Schriftwarts waren auch der Kassenwart und die Beisitzerin neu zu wählen. Auch hier gab es keine Veränderungen: Stephan Struve und Gerda Bergmann haben sich zu einer weiteren Amtszeit bereit erklärt.

 

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erstellt am 19.Feb.2014 | 06:35 Uhr

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