20 Jahre Kirchbauverein : Kirchbauverein spart für Treppenaufstieg

Der Kirchbauverein setzt seit 20 Jahren für die Gettorfer St.Jürgen-Kirche ein.
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Der Kirchbauverein setzt seit 20 Jahren für die Gettorfer St.Jürgen-Kirche ein.

Mitgliederversammlung in Gettorf / Hannelore Struve bleibt Vorsitzende / Neue Projekte als Ziel

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28. April 2018, 06:39 Uhr

Gettorf | Mit Manna-Brötchen, Geburtstagstörtchen, Turmsteiger-Likör, St.-Jürgen-Wein und ganz großer Kirchengeschichte feierte der Kirchbauverein für die St.-Jürgen-Kirche zu Gettorf in dieser Woche seinen 20. Geburtstag. Gefeiert wurde am Namenstag des Heiligen Georg, dem Namensgeber der Gettorfer St.-Jürgen-Kirche. „Im 3. Jahrhundert, vermutlich in Kappadokien in der heutigen Zentraltürkei, wurde Georg geboren. Als einer der 14 Nothelfer steht er in der evangelischen Kirche als Vorbild für unseren Glauben“, sagte Andreas Hoffmann, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, in seiner Begrüßung. Am 23. April im Jahr 303 starb St. Georg eines gewaltsamen Todes.. „Der Überlieferung zufolge erlitt er zu Beginn der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Diokletian ( 284 – 305 ) sein Martyrium.“ Später wurde er zum Schutzpatron der Bauern, der Feuerwehr- und Bergleute, der Reiter und Schlachter, der Wanderer und Ritter.

Im Laufe der 20 Jahre seines Bestehens hat der Verein viele Projekte mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 228 000 Euro gefördert. Die größte Projekt war die Kirchturmsanierung 2012 mit 55 000 Euro.

Im letzten Jahr hat der Verein an die Kirchengemeinde 61 693,60 Euro weitergereicht. Neben den größten Posten, Heizung und Orgelreinigung, gab es noch einige kleinere Ausgaben. So wurde das Altarkreuz repariert und die Taufschale gereinigt. Die Marienkapelle hat einen neuen Teppich erhalten, Stehtische wurden angeschafft, Stühle neu bezogen.

62 Mitglieder des Vereins nahmen an der Mitgliederversammlung teil. Auf der Tagesordnung standen auch Wahlen. Die gingen reibungslos über die Bühne. Die Amtsinhaber standen erneut zur Wahl. Es gab keine Gegenkandidaten. In offener Abstimmung wurden einstimmig wiedergewählt: Hannelore Struve als Vorsitzende, Stephan Struve als Kassenwart und Tomas Bahr als Schriftwart.

Der Verein hat noch viel vor, denn eine alte Kirche hat immer Finanzbedarf, Geld, das die Kirchengemeinde allein nicht aufbringen kann. Mehrmals im Jahr gehen Spenden anstelle von Kranzspenden ein. Jubilare lassen sich zum hohen Geburtstag Spenden schenken. Aber nicht nur Spenden und Mitgliedsbeiträge landen auf dem Konto des Vereins. „Wir arbeiten viel“, so Hannelore Struve. Ob bei Konzerten oder beim Frühlingsball der CDU – der Förderverein ist stets zur Stelle, um Getränke und Snacks zu verkaufen. Immer mit dabei sind Petra Kruse, Anita Herforth, Wally Tietje und Inge Koch. „Auf die vier kann ich mich verlassen.“

Derzeit spart der Verein für eine Turmtreppe. Denn die ist für den Publikumsaufstieg aus Sicherheitsgründen gesperrt. Im Beschluss der Mitgliederversammlung heißt es: „Der Kirchbauverein möchte nach seinen Kräften dazu beitragen, dass die Turmbesteigungen wieder ermöglicht werden.“ Der Beschluss wurde bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung gefasst. Mit rund 40 000 Euro an Kosten rechnet der Verein für die Turmtreppe. Im Gespräch ist eine Industrietreppe wie sie etwas bei Windkraftanlagen verwendet wird. Noch gibt es keinen konkreten Zeitplan, noch hat die Kirchengemeinde keinen Bauantrag gestellt. Hannelore Struve wünscht sich, dass der Turm zum Rapsblütenfest 2019 wieder besteigbar ist, doch sie weiß nur zu gut, dass dies ein sehr ambitionierter Termin ist. „Ein Teil der Kosten soll durch die Gravur einzelner Stiegen aufgebracht werden“, so die Idee der Vorsitzenden. Das heißt, wer zweckgebunden für die Treppe spendet, findet später seinen Namen auf der Treppe wieder. Die gute Aussicht über Gettorf gibt es gratis dazu.

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