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WIEDERERÖFFNUNG : Kiosk am Vogelsang wird zum Bio-Bistro

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Simone Schmidt von der „Natur-KostBar“ bietet ab Frühjahr Frühstück, Mittagstisch, Kaffee und Kuchen an.

Eckernförde | Der Kiosk am Vogelsang beendet seinen Winterschlaf: Simone Schmidt von der „Natur-KostBar“ wird dort ab dem Frühjahr ein Bio-Bistro eröffnen und während der Saison täglich Frühstück, Mittagstisch, Snacks und Leckereien sowie Kaffe und Kuchen anbieten – alles zu 100 Prozent aus Bio-Qualität.

„Ich war schon lange auf der Suche nach etwas Kleinem und Nettem in Eckernförde“, sagt die 50-Jährige, die im Rosseer Weg ihr Bio-Cateringunternehmen betreibt und Schulen, Kindergärten sowie Biomärkte in Schleswig-Holstein und Hamburg beliefert. Mit dem Kiosk an der Borbyer Promenade steigt sie nun ins Ganztagesgeschäft ein. Wegen des begrenzten Platzes in dem reetgedeckten Gebäude, kann sie ausschließlich Außenplätze anbieten. 25 Stück sollen es werden, teilweise direkt an der Wasserkante, und alle mit Blick auf die Bucht und den Hafen. Eine Küche hat in dem 10 Quadratmeter großen Verkaufsraum keinen Platz, deshalb wird das Essen aus dem Rosseer Weg angeliefert. Von April bis Ende September soll täglich ab 10 Uhr geöffnet sein, je nach Wetter bis 22 Uhr.

Demnächst sollen die Umbauarbeiten innerhalb des Gebäudes beginnen, sagt Uwe Winkelmann aus dem städtischen Bauamt. Das Gebäude gehört der Stadt. In ihm hatte jahrzehntelang ein Kiosk sein Zuhause, den Renate Marquardt seit dem Jahr 1987 betrieb. Sie beendete den Verkauf von Getränken und Süßigkeiten zu Ostern vergangenen Jahres, weil es sich nicht mehr lohnte. Euro-Einführung, Hartz-IV-Gesetzgebung und die erweiterten Öffnungszeiten der Supermärkte machten ihr zu schaffen, argumentierte sie. Die Kioske waren nicht mehr die Retter in der Not – jede Tankstelle hat mittlerweile länger geöffnet. Hinzu kamen 13-Stunden-Schichten an sieben Tagen in der Woche.

Nach der Schließung des Kiosks gingen bei der Stadt mehrer Bewerbungen für die Nachfolge ein, allerdings alle als Schank- und Speisewirtschaft. „Es ist mittlerweile nicht mehr möglich, einen Kiosk wirtschaftlich zu betreiben“, sagt Uwe Winkelmann und verweist auf den ebenfalls geschlossenen Kiosk an der Gaehtjestraße. Die Stadt habe sich für Simone Schmidt entschieden, weil sie mit ihren Bio- und fair gehandelten Produkten zu der Umweltkommune und Fair-Trade-Stadt Eckernförde passe.

Da für für das Gaststättengewerbe andere hygienische Bedingungen gelten als für einen Kiosk, muss noch einiges umgebaut und neue Leitungen gelegt werden. Deshalb kann Simone Schmidt noch nicht sagen, wann sie eröffnen wird. „Schön wäre Ostern, vielleicht geht es aber auch erst zum 1. Mai.“ Dann steht auch eine Toilette der Öffentlichkeit während der Öffnungszeiten des Bistros zur Verfügung. Aufgrund negativer Erfahrungen der Stadt soll sie nur geöffnet sein, wenn ein Betreiber vorhanden ist, um Vandalismus zu vermeiden.

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