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Eckernförder Zeitung

18. Dezember 2017 | 15:58 Uhr

Standpunkt : Kinofrage ist entscheidungsreif

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bekenntnis zum Standort Schulweg

von
erstellt am 14.Jan.2016 | 06:34 Uhr

Die Politik entscheidet, die Verwaltung berät, bereitet vor und setzt um. So funktioniert die Aufgabenteilung zwischen den ehrenamtlichen Kommunalpolitikern und den hauptamtlichen Verwaltungsmitarbeitern. Eine weise Entscheidung. Das System funktioniert traditionell gut in Eckernförde. Das liegt nicht zuletzt daran, dass starke Verwaltungschefs mit ihren professionellen Stäben ihre Kompetenzen anbringen und durchsetzen konnten. Mit anderen Worten: Die Politik tat gut daran, sich erst fachlichen Rat im Rathaus einzuholen, um dann fundiert zu entscheiden. Das hat nichts mit Entscheidungs- und Gestaltungsschwäche zu tun, sondern zeugt von kommunalpolitischer Weitsicht und Verantwortung für die Stadtentwicklung.

Der amtierende, parteilose Bürgermeister Jörg Sibbel spielt mit seiner bürgernahen, vermittelnden und pragmatischen Art auch in seinem zehnten Amtsjahr eine wichtige Rolle in diesem Gefüge. Er kann Verwaltung, er kann aber auch mit den sieben Fraktionen. Und er ist in der Lage, eine Sache, von der er überzeugt ist, gegen Widerstände voranzutreiben. Wie jetzt in Sachen Kinostandort. Zwar hat auch er es nach zweijährigen Verhandlungen nicht geschafft, der Bahn das Bahnhofsgebäude zu einem aus Sicht der Stadt angemessenen Preis abzukaufen, allerdings gilt die Bahn auch als extrem komplizierter, unberechenbarer Verhandlungspartner, so dass vermutlich jeder Verhandlungspartner am Ende mit leeren Händen dagestanden hätte. Dafür nimmt Sibbel jetzt in einer verfahrenen Situation die Zügel in die Hand, um den Bürgern und den Gästen endlich nach bislang vierjähriger Abstinenz den Kinostandort am Schulweg und in drei weiteren Jahren ein großes, modernes Kino-Zentrum zu präsentieren. Und das, so seine Überzeugung, funktioniert nur am Schulweg auf der Skateranlage. Eine gute und nachvollziehbare Entscheidung, die niemanden verprellt und die Eckernförde endlich wieder zu einer lebendigen Kino-Stadt machen könnte.

Jetzt ist die Politik am Zug.

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