GeFi-Gettorf : Kino-Projekt hofft auf weitere Zuschüsse

Mit dem Film „Das Haus der Krokodile“ ist das Jugendfilmprojekt vorerst zuende gegangen.
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Mit dem Film „Das Haus der Krokodile“ ist das Jugendfilmprojekt vorerst zuende gegangen.

Vorerst letzte Vorstellung des Jugendkinos / Jugendbüro hofft auf weitere Zuwendung

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08. Juni 2015, 06:00 Uhr

Gettorf | Die Schlange der wartenden Kinder reicht am Freitag, dem ersten hochsommerlichen Tag des Jahres, bereits um 16.30 Uhr bis vor die Tür des KuBiZ. Der Duft von Popcorn, das neben der Tür hergestellt wird, erhöht die Vorfreude der Kinder auf einen weiteren Kinonachmittag des Jugendprojekts GeFi-Gettorf Film. Gezeigt wird „Das Haus der Krokodile“, ein mit dem Publikumspreis „EMIL“ ausgezeichneter Gruselkrimi für Kinder ab sechs Jahren. Der Film handelt von dem elfjährigen Viktor, der bei Erkundungstouren durch das neue Haus der Familie einem Geheimnis auf die Spur kommt.

Nach Einlass sitzen die Kinder im Kinoraum, knabbern Süßes, trinken Brause, kichern und tuscheln aufgeregt. Genau darauf, auf die Freude, die ein gemeinsamer Kinobesuch bereitet, kommt es Claus Oppermann vom Landesverband Jugend und Film an. „Durch die neuen Medien wie Internet geht die Film- und Kinokultur verloren. Schnell guckt man sich auf Youtube einen kurzen oder längeren Film an. Wir wollen den Kindern und Jugendlichen das Gemeinschaftserlebnis eines Kinoabends wieder näher bringen“, so Oppermann. Das Konzept geht offenbar auf. Waren es zu Beginn des Projektes vor einem halben Jahr noch 13 Teilnehmer, so engagieren sich mittlerweile 17 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 16 Jahren für die Kinoveranstaltungen im KuBiZ. „Toll das es immer mehr Teilnehmer werden“, stellt Silke Wahl vom Jugendbüro erfreut fest. Die Projekteilnehmer treffen sich einmal wöchentlich zwei Stunden lang und organisieren und planen die Filmvorführungen. So lernen die Kinder und Jugendlichen, mit Spaß im Team zu arbeiten und verschiedenste Projekte zu managen. Das beginnt bei der Auswahl des Films, geht über die Organisation von Getränken und Süßigkeiten und endet auch nicht bei den selbst verfassten Pressemitteilungen. Denn am Veranstaltungsnachmittag nehmen die Kinder und Jugendlichen fast alles selbst in die Hand. Auch die Auswahl eines Überraschungsgastes fällt unter die Aufgaben der Projektteilnehmer. Für Freitagabend hatte das Projektteam Inga Faust und Rainer Menzel, zwei Polizisten samt Sprengstoffspürhund von der Polizeistation Gettorf, eingeladen. Im Anschluss an den Film erzählen die Polizisten von ihrer Arbeit und stellen sich den Fragen des jungen Publikums. Abgerundet wird der Nachmittag durch einen thematisch mit dem Film abgestimmten Büchertisch der Gemeindebücherei Gettorf.

Mit diesem Nachmittag enden vorerst die Kinovorführungen , denn die Förderung des Jugendprojektes durch das Programm „Kultur macht stark“ vom Bundesbildungsministerium läuft nach einem halben Jahr aus. Dass der Weiterbewilligungsantrag angenommen wird, ist dem Projekt zu wünschen, da sich alle Beteiligten mit viel Herzblut für ihren Beitrag zur kulturellen Vielfalt Gettorfs engagieren.

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