Kino-Neubau: Bis zum 13. Mai muss Klarheit herrschen

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29. März 2019, 09:33 Uhr

Noch steht die Planung zum Bau eines Kinocenters an den Gleisen auf dem P+R-Parkplatz am Schulweg. Der Investor, der das gesamte Bahnhofsareal entwickeln und mit Geschäften, Büros, Wohnungen, einem Verbrauchermarkt und einem Kinocenter bebauen möchte, verhandelt derzeit noch über den Ankauf eines benötigten Grundstückes am Schulweg. Die Ratsversammlung hatte ihm per Mehrheitsbeschluss vom 7. Februar 2019 mit 21:18 Stimmen eine Fristsetzung mit auf den Weg gegeben – den 31. März 2019. Wenn bis dahin die Voraussetzungen für eine Kino-Bebauung nicht gegeben seien, wolle man stattdessen den Standort Skaterpark als Fläche für ein Kinocenter entwickeln. Wörtlich lautet der Beschluss auf Antrag der FDP, der mit den Stimmen von CDU, SSW und FDP gegen das Votum der SPD, Grünen und Linken zustande gekommen ist, wie folgt:

„Für den Fall, dass bis zum 31.03.2019 für keinen der beiden Standorte „Am Bahnhofsgelände“ oder „SKY-Markt / Gartenstraße“ die Voraussetzungen für die Realisierung eines „Kinoprojekts“ gegeben sind, werden dafür die rechtlichen Voraussetzungen im Planungsgebiet „Skateranlage / Kleingarten“ sowie für den Neubau einer Skateranlage geschaffen. In dem Planungsgebiet „Skateranlage / Schulweg“ ist zu ermöglichen: Die Einrichtung eines kommerziellen Kinos in marktfähiger Größe in Kombination mit einem Einzelhandel zur Nahversorgung im innenstadtverträglichen Umfang und der erforderlichen Stellplätze inklusive deren verkehrlichen Anbindung. Des Weiteren ist im Bereich der bisherigen Kleingärten auf der gegenüberliegenden Seite die planungsrechtliche Möglichkeit für eine neue Skateranlage zu schaffen.“

Der Ältestenrat – Bürgervorsteherin, Bürgermeister und die Vorsitzenden der sechs Fraktionen – befasste sich vor der Ratsversammlung am Donnerstagabend mit dem Thema und der am Sonntag ablaufenden Frist 31. März. „Der Grunderwerb ist in der Regelung, wir warten bis Sonntag ab“, sagte Bürgermeister Jörg Sibbel unserer Zeitung auf Anfrage. Danach werde eine „politische Bewertung“ erfolgen. Die Frist 31. März sei „nicht in Stein gemeißelt“, so dass das Projekt auch nicht daran scheitern solle. Der Bürgermeister verwies auf die nächste Bauausschusssitzung am 13. Mai, bis dahin müsse für Klarheit in der Grunderwerbsfrage gesorgt werden. In dieser Sitzung soll dann der Entwurf Bahnhofsareal mitsamt Kino-Neubau öffentlich vorgestellt werden, gab Jörg Sibbel das Meinungsbild im Ältestenrat wieder.

Weiter führte er aus, dass mit dem 13. Mai gleichzeitig auch das Wettbewerbsverfahren für das Kino beginnen soll. Es sei das gemeinsame Ziel von Politik und Verwaltung, den Bebauungsplan für das Bahnhofsareal bis Ende des Jahres unter Dach und Fach zu haben.

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