Kino in Eckernförde : Kino-Klemme: Gibt es machbare Alternativen?

Am Binnenhafen bietet sich der Parkplatz neben dem Rundsilo als Kino-Standort an. Die Fläche ist allerdings in Privatbesitz. Fotos: Kühl
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Am Binnenhafen bietet sich der Parkplatz neben dem Rundsilo als Kino-Standort an. Die Fläche ist allerdings in Privatbesitz. Fotos: Kühl

Bei der Standortsuche gibt es unterschiedliche politische Vorstellungen / Ein Kompromiss ist nicht in Sicht

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29. Mai 2015, 06:00 Uhr

Die notwendig gewordene erneute Suche nach einem geeigneten Kinostandort treibt viele Bürger um. Auch die Politik hat das Thema wieder ganz oben auf die Agenda gesetzt. Die Positionen und Vorstellungen aber differieren, es droht erneut eine langwierige Diskussion mit einem womöglich strittigen Mehrheitsbeschluss, von einer Umsetzung einer Kino-Planung ganz zu schweigen. Das kostet Zeit, die man eigentlich nicht hat.

Da die in der Diskussion befindlichen Alternativen Skaterbahn Schulweg, ZOB Reeperbahn und Sky-Parkplatz Gartenstraße offenbar allesamt nicht konsensfähig sind und ein zähes, langwieriges Ringen nach sich ziehen dürften, könnte man sich auch gleich um weitere Alternativen bemühen. Rein vom Platzangebot und der geforderten Innenstadtlage her gibt es durchaus Möglichkeiten.

Eine Top-Lage wäre beispielsweise der Parkplatz am Binnenhafen neben dem Rundsilo. Dort hat die Eigentümerfamilie Rothe schon einmal vor vielen Jahren eine Planung mit einem Einkaufszentrum aufgelegt, die damals politisch jedoch nicht gewollt war. Der Platz ist vorhanden, ein Neubau könnte auch in architektonisch ansprechender Form an die leerstehenden Obergeschosse des Rundsilos angebunden werden. Eine sicher vielversprechende Möglichkeit, die allerdings den Erwerb der Fläche und des Silos durch einen Investor oder die Einbindung der Familie Rothe als Projektpartner voraussetzen würden. Eine Anfrage unserer Zeitung an die Eigentümerfamilie ist auf dem Weg.

Eine weitere Standortalternative für ein Kino mit Verbrauchermarkt und weiteren Geschäften oder Freizeiteinrichtungen wären die 21 Kleingärten im Schulweg gegenüber dem Skaterpark direkt an der Norderhake. Nach Auskunft des Vorsitzenden des Kleingärtnervereins, Hermann Brütt, sind nur noch sieben der 21 Gärten in Nutzung; die verbliebenen Gärten machen dabei einen sehr gepflegten Eindruck. Die freien Parzellen sollen laut Brütt nicht wieder verpachtet werden. Somit spräche aus seiner Sicht auch nichts gegen eine Umsiedlung der verbliebenen Pächter, natürlich gegen Zahlung einer entsprechenden Abfindung, die sich je nach Zustand zwischen 500 und 8000 Euro bewegt. „Ich habe kein Problem, diese Gärten abzugeben“, sagte Brütt. Alternativ dazu könnte geprüft werden, ob nicht auch der Skaterpark auf die andere Straßenseite verlegt werden könnte oder nicht rund um den Skaterpark drei vier Gärten zugunsten einer Erweiterung der Fläche aufgegeben werden könnten, um dort Platz sowohl für ein Kino wie auch den Skaterpark zu schaffen.

Als Standortalternative drei käme auch das frühere BMW-Autohaus an der B 76 in Betracht. Allerdings sind dort die Verhandlungen mit Kaufinteressenten weit fortgeschritten, so dass die Kino-Variante dort wohl nicht mehr zum Zug kommen dürfte.

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