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Standortfrage : Kino-Aktivist Hillers fordert eine saubere Aufarbeitung

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Wo wird das Kino gebaut? Der Modeunternehmer und Vorsitzende des Green-Screen-Fördervereins Jochen Hiller fordert eine genaue Abwägung der Vor-und Nachteile der Standorte.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2013 | 07:51 Uhr

Eckernförde | Es ist sein "Kind", und er ist nicht bereit, jetzt schon die Akte Kino in der Willers-Jessen-Schule zu schließen. Der Eckernförder Modeunternehmer und Vorsitzende des Green-Screen-Fördervereins Jochen Hillers setzt in der Kino-Standortfrage jetzt auf eine saubere Aufarbeitung der Verwaltungsanalyse der vier Kinostandorte in Eckernförde und einen folgenden Abwägungsprozess über das Für und Wider eines Kinos in dem historischen Schulgebäude mitten in der Stadt (siehe auch EZ v. 7. Mai). Sollte dann am Ende begründet und nachvollziehbar festgestellt werden, dass sich ein Kino an einem der beiden anderen Standorte am Bahnhof oder in der Gartenstraße - der Schulweg wurde nur pro forma mit untersucht - besser bauen ließe, wäre das auch für ihn in Ordnung.

Doch noch, so Hillers, sei das nicht der Fall und die Kino-Option Willers-Jessen-Schule keinesfalls erledigt. Es gebe noch zahlreiche offene Fragen, und es müssten auch aktuelle Zahlen und Berechnungen auf den Tisch und in der Diskussion berücksichtigt werden.

Das Internationale Naturfilmfestival Green Screen jedenfalls könne "nicht unbegrenzt auf neue Kinosäle verzichten". Vier weitere Jahre Wartezeit, wie sie zum Beispiel am von der Stadt favorisierten Standort Bahnhof durchaus anfallen könnten, würden "den Bestand des Festivals sehr stark in Frage stellen", ist Hilers überzeugt.

Der SSW möchte sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festlegen, welcher Kinostandort der beste wäre, teilte die Spitzenkandidatin für die Kommunalwahl, Sylvia Grabowski-Fillmer auf EZ-Anfrage mit. "Wir möchten das Thema Kino nicht zum Wahlkampfthema aufbauschen." Ein Kino sei sehr wichtig für Eckernförde und bedürfe daher einer genauen und sachlichen Begutachtung, "die nicht so eben vor einer Wahl getroffen werden kann und darf".

Die Fraktion der Linken hat eine Positionierung zum jetzigen Zeitpunkt abgelehnt. "Über den Kinostandort wird die neue Ratversammlung beschließen, das weitere Vorgehen wird am 16. Mai im Hauptausschuss beraten werden. Vorher sehe ich keine Veranlassung zu einer weiteren Stellungnahme in der Sache", erklärte Spitzenkandidat Rainer Beuthel auf EZ-Anfrage.

Zur letzten Sitzung des Hauptausschusses vor der Wahl hat die Vorsitzende, Bürgervorsteherin Karin Himstedt, eingeladen. In der öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 16. Mai, um 17 Uhr steht im Ratssaal die Standortfrage für ein neues Kino und das weitere Vorgehen in Sachen Kino auf der Tagesordnung.

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